In a user generated world what role does a publisher have?

Veröffentlicht am 4. Oktober 2008 um 12:05 Uhr von Mark Pohlmann

"60% of my readers have their own blogs".
Mike Arrington (TechCrunch) at Web 2.0 Expo New York

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Spontane Lyrik

Veröffentlicht am 18. September 2008 um 16:19 Uhr von Mark Pohlmann

Das sind so die kleinen verborgenene Sternstunden des Internets: Wenn sich aus einem Blogbeitrag ein spontanes Kommentar-Kunstwerk wird.

Ich hatte 'nen Lover in Tennessee
Auch der zählt natürlich für bild.de
Ich hatte 'nen Lover in Connecticut
Selbst der steht morgen im Springer-Blatt..

Das verstehen Sie nicht? In den Kommentaren von Stefan Niggemeiners letztem Beitrag findet sich die Auflösung.

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Kommentare löschen

Veröffentlicht am 21. April 2008 um 16:53 Uhr von Mark Pohlmann

Sollte man häufiger machen. Destruktion ist die Geißel des Web 2.0.

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Was Blogs nicht sind

Veröffentlicht am 28. März 2008 um 11:00 Uhr von Mark Pohlmann

Blogs sind ein wenig aus dem Fokus geraten, seitdem schon länger keine Skandale oder Skandälchen hier ihren Ursprung nahmen. Auch sind Blogs weiterhin keine Alternative zum klassischen Journalismus, was man alleine daran sehen kann, dass fast ausnahmslos alle großen Blogs von Journalisten betrieben werden. Leider scheint der Markt in den themenspezifischen Nischen ebenfalls nicht groß genug für außergewöhnliche und außergewöhnlich gute Blogs zu sein. Für die meisten Blogger ist es wohl ein Tool zur Selbstdarstellung. Das ist gut, aber auch nicht aufregend.

Nach langer Zeit lese ich mal wieder so etwas wie eine Blogreflektion, die sich nicht durch neue Erkenntnisse, sondern eine große Entspanntheit mit dem Thema auszeichnet. So, wie der Medienwissenschaftler Jan Schmidt es erklärt, kommt man dem Kern schon recht nahe. Und weil es dazu noch kurz und sprachlich präzise ist, sollte man das Interview auf tagesspiegel.de unbedingt auch lesen ;-)

Bei uns steht (in Blogs) das Thema Beruf an erster Stelle: Wer darüber bloggt, bloggt relevant. Persönliches in der Öffentlichkeit auszubreiten wird hingegen verachtet. Das kommunikative Muster allerdings ist bei Männern wie Frauen gleich: Beide wollen ihre sozialen Beziehungen stärken. Weiterlesen...

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Professioneller Blog-Journalismus

Veröffentlicht am 16. Oktober 2007 um 16:15 Uhr von Mark Pohlmann

Gerade folgendes Zitat bei Wikipedia unter dem Eintrag "Riesenmaschine" gefunden. Eigentlich war ich auf der Suche danach, warum die Riesenmaschine Riesenmaschine heißt. Mir ist da irgendwas adornomäßig Medienkritisches in Erinnerung, aber so genau weiß ich es halt nicht mehr. Wikipedia leider auch nicht. Dennoch war der Besuch nicht umsonst:

Die Zielsetzung der Riesenmaschine ist nach eigenem Bekunden „den Blog-Journalismus nach amerikanischem Vorbild in Deutschland zu professionalisieren und damit ein unkonventionelles und aktuelles Internet-Medium zu schaffen, dessen Relevanz über die Blogosphäre hinausreicht.“

Das hat leider noch keiner geschafft. Wünschen und hoffen wir also weiter. Für die Riesenmaschine wie für alle anderen, die das Ziel haben. Verdient hätten sie's.

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Der Blogger, statistisch.

Veröffentlicht am 12. Oktober 2007 um 17:31 Uhr von Mark Pohlmann

Scheint mir ziemlich viel, was da so bloggen soll, aber wenigstens hat man jetzt mal valide erstellte Zahlen zu Größe und Einfluss der Blogs in Deutschland.

Etwa 880.000 deutschsprachige 14- bis 64-jährige Internetnutzer schreiben gelegentlich in ihrem eigenen Weblog, 340.000 tun dies regelmäßig. Das geht aus der Studie "stern MarkenProfile 12" hervor. 1,6 Millionen deutschsprachige Internetnutzer kommentieren in fremden Weblogs. Die Studie, für die im Zeitraum März bis Mai 2007 10.000 Interviews durchgeführt wurden, zählt demnach insgesamt 2,1 Millionen mehr oder weniger aktive Teilnehmer der deutschen "Blogosphäre". Quelle: heise.de

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Zeigt her euren... besten unbeachteten Beitrag

Veröffentlicht am 8. Juni 2007 um 9:18 Uhr von Mark Pohlmann

Jeder Blogautor kennt das: Seit Tagen geht einem dieser eine, geniale Gedanke durch den Kopf, und endlich findet man die Zeit, ihn in einem großen Leitartikel zur Lage der Nation zusammenzufassen. Nach unenendlichen Mühen entsteht am Ende völlig überraschend ein fantastisches Dokument der eigenen Intelligenz. Mit einem fast weihevollen Gefühl wird der "Publish"-Button gedrückt, in der sicheren Erwartung, die nächste Revolution wenigstens mit ausgelöst zu haben. Und was passiert? Nichts. Gar nichts. Ein paar Klicks, vielleicht zwei, drei müde Kommentare, Wochen später noch ein hämischer Kommentar aus unberufenem Munde. Das wars.

Wer kennt dieses Gefühl, wer hortet in seinen Archiven noch Perlen, die es lohnen ein zweites Mal hervorgeholt zu werden? Erik Hauth hat schon einmal angefangen, ich liefere hier einen weiteren dazu (es gibt natürlich dutzende, die... ach, lassen wir das...)

Ein Gefühl des Stolzes verbinde ich beispielsweise noch immer mit dem Post "stern findet H&M fabelhaft" aus dem November 2005. Damals berichtete ich über einen Artikel bei Stern Online, für den sich die hauseigenen Mode-Redakteurinnen in die neueste H&M-Kollektion verliebten ("Die Teile sind ja fabelhaft"). Einen Tag später wurde die Geschichte vielfach medial aufgenommen, natürlich ohne zu erwähnen, daß eigentlich ja ICH es war, der diese ausgegraben hatte. So jedenfalls bilde ich es mir bis heute ein...

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Blogger sind keine Journalisten III

Veröffentlicht am 7. Juni 2007 um 11:34 Uhr von Mark Pohlmann

Eine sehr schöne und treffende Definition von Handelsblatt-Reporter Thomas Knüwer dazu, was Blogs sind - und was nicht:

Ich denke, es ist an der Zeit zu unterscheiden zwischen den Nutzern von Weblog-Software und Bloggern. Erstere schreiben Texte ins Internet. Zweitere kommunizieren über Weblogs.

Siehe auch:
Blogger sind keine Journalisten II
Blogger sind keine Journalisten I
und
Was wird mit Blogs? in | Kommentare (2) | TrackBacks (0)

Blogger sind keine Journalisten II

Veröffentlicht am 4. Juni 2007 um 15:40 Uhr von Mark Pohlmann

An dieser Stelle eine kleine Hommage an eine der Perlen der Blogzunft, Anke Groener. Ich lese ihren Blog seit bestimmt drei Jahren mehr oder weniger regelmäßig. Ihr durchgängig hochwertiger Schreibstil, die Mischung aus Substanz und Subjektivität, haben mir geholfen vor rund zwei Jahren selbst den Einstieg in die Bloggerei zu finden- und das Online-Geschreibsel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, weil da draußen Menschen sind, die die Meßlatte ziemlich hoch gehängt haben. Danke Anke! an dieser Stelle noch einmal dafür.

Anke Gröner äußert sich selten öffentlich, und wenn, dann auf Lesungen, sie erlaubt keine Kommentare in ihrem Blog und hat trotz des ganzen Rummels um das Thema immer der Versuchung widerstanden, sich in der Webszene zu profilieren - obwohl sie zweifelsohne das Zeug dazu hätte. Hier ein aktuelles Interview mit ihr auf politik-digital, bei dem sie auch ihre eigene Definition von dem Unterschied zwischen Blogs und Medien mitbringt.


Ich persönlich habe mit meinem Blog nicht den Anspruch, den Journalismus zu revolutionieren oder Skandale aufzudecken; ich möchte einfach ein bisschen vor mich hin plaudern, so wie ich mit Kollegen an der Kaffeemaschine plaudere, während der Espresso durchläuft: Wie war's im Kino, hast du einen hübschen Link entdeckt, wie geht's denn so, wer hat „Deutschland sucht den Superstar" gewonnen und so weiter.

Manche Blogs haben aber den Anspruch, eher journalistisch zu arbeiten und auf Dinge hinzuweisen, die ihrer Meinung nach in den klassischen Medien zu kurz kommen. Das Bildblog zum Beispiel. Oder Stefan Niggemeier, der nicht müde wird, auf halbgares Zeug wie 9Live hinzuweisen. Oder Don Alphonso und Jörg-Olaf Schäfers, die StudiVZ auf den Zahn gefühlt haben. Derartige Blogs sind für mich weitaus mehr als mal eben weggelesene Witzseiten.

Aber ich glaube, das hängt auch mit der Neuigkeit des Mediums zusammen. Wahrscheinlich gab es bei den ersten Zeitungen auch Diskussionen wie „Du hast ja gar keine Leserbriefseite, du bist ja gar keine richtige Zeitung.“ Oder beim Fernsehen: „Iiiihh, du sendest ja jetzt in Farbe ... wo bleibt die Glaubwürdigkeit?“ Und die Außenstehenden haben sich gewundert, warum die Jungs sich so ernst nehmen. Zum gesamten Interview

Mehr zum Thema "Blogger sind keine Journalisten"

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Was wird mit den Blogs?

Veröffentlicht am 24. Mai 2007 um 12:37 Uhr von Mark Pohlmann

Tschuldigung. Ist was länger geworden.

Das Wachstum der Blogs verlangsamt sich erstmals. Derzeit werden laut Blogsuchdienst Technorati täglich 175.000 Blogs neu eingestellt. Bis 2006 habe sich ihre Anzahl noch alle fünf bis sieben Monate verdoppelt. Das sei mit den aktuellen Zahlen nicht mehr einzuhalten. Dazu kommt, daß nur jeder fünfte Blog überhaupt regelmäßig aktualisiert werde. Derzeit zählt Technorati 81 Mio. Blogs, davon sind also rund 16 Millionen aktiv.

Angesichts dieser Zahlen davon zu reden, die Blogs hätten ihren "Zenit überschritten", wie dies die FAZ am Montag tat, ist vielleicht noch ein wenig übertrieben. Aber es lohnt sich durchaus einen Blick zu riskieren,was Blogs sind und was nicht.

1. Blogs sind Eigenmarketing
Blogs haben genausowenig wie andere Medien einen übergeordneten sozialen Auftrag. Sie sind unmittelbar zweckgebunden. Sie helfen dem Autor. Und da mir keine Handvoll Blogger bekannt ist, die mit ihrem Tun ausreichendes Geld verdienen, jedenfalls nicht in Deutschland, kann der bare Gegenwert nur Aufmerksamkeit bedeuten.

Dies wiederum funktioniert mehr schlecht als recht. Schon Menschen, die sich mit Hingabe dem Phänomen Social Media (also alles rund um Blogs, Wikis, Foren) zuwenden, tun sich schwer, mehr als eine handvoll wirklich relevanter Blogger zu nennen. Wobei relevant nicht gut oder schlecht meint, sondern einfach reichweitenstark und meinungsbildend. In der deutschen Blogszene gilt eine A-, B- und C-Klasse. Blogger mit einem A am Anfang haben mehr als 1.000 Leser, B über 100 und C darunter. Auf mehr als 10.000 Leser kommen meines wissens höchstens zwei Blogs (Bildblog und Spreeblick, vielleicht auch noch Robert Basic), über 5.000 vielleicht noch einmal fünf, mehr als 1.000 Leser am Tag haben vielleicht 10-20 Blogs. Bei geschätzten 100.000 deutschen Blogs ist die Spitze also arg dünn besetzt. Der Fischmarkt als zentraler Corporate-Blog von SinnerSchrader kommt auf rund 700 Visits am Tag, der Themenblog hat rund 300. Dazu kommen 2.500 resp 1.000 Feedleser am Tag, die die Texte nicht auf der Original-Website betrachten, sondern auf einer Sammelseite, die Texte unterschiedlichster Blogs individuell bündelt. Die Nutzerzahlen sind natürlich starken Schwankungen unterworfen. Kleine Anekdote am Rande: Es hat mehrere Monate gebraucht, bis wir auf dem Fischmarkt täglich mehr Besucher als die Agentur Mitarbeiter hatten (160). Die Propheten im eigenen Lande gelten halt nichts....

2. Woher kommt die geringe Reichweite?
Blogger bewegen sich nicht in großen gesellschaftspolitischen Themengebieten. Sie schreiben nicht über Bush und Hartz IV oder das Für und Wider eines Türkeibeitritts. Sie beleben eigene Themen und schreiben über das, was sie in ihrem Lebensumfeld direkt beschäftigt. Blogs sind eben auch fünf Jahre nach ihrer medialen Erstentdeckung eine weiter kleinteilige Gegenbewegung zu den kommerzialisierten Massenmedien. Sie sind kein Ersatz, sondern Ergänzung. Das heißt eben aber auch, daß das, was in Massenmedien stattdindet, häufig kommentiert wird. Nachrichten selbst zu machen sind nicht Sache der Blogs. An dieser Stelle wird ein großer Unterschied zu Amerika sichtbar. Anders als hierzulande fehlt es dort an vielen Stellen an einer publizistischen Vielfalt. Die Notwendigkeit, diese zu erschaffen, treibt die Zahl und Bedeutung der Blogs.

3. Corporate Blogs funktionieren nur schwer
Eine alte Erkenntnis: Blogs werden von Personen geschrieben, nicht von Unternehmen. Das ist ganz wunderbar. Gleichzeitig ist es eine Schande, daß diese Form der Öffentlichkeit noch nicht von mehr Menschen für ihr Eigenmarketing genutzt wird.

Gerade für Mitarbeiter ist es eine grandiose Chance, ihr Wissen nach Außen zu tragen, sich zu vernetzen, Interessenten an das Unternehmen zu binden und so den Ruhm aller zu mehren. Merkwürdigerweise betreiben nicht nur sehr wenige Firmen Blogs. Und wenn, dann oft nur halbherzig, quasi als zweite Abwurfstelle für Pressemitteilungen, und es gelingt ihnen deswegen auch kaum, die an sich selbst gestellten Erwartungen zu erfüllen. Aufwand und Ertrag (im Sinne von Reichweite und Resonanz) stehen in einem oft unbefriedigenden Verhältnis. Dennoch bin ich überzeugt, daß Blogs gerade im professionellen Umfeld eine große Zukunft vor sich haben. Innovative Unternehmen habe längst entdeckt, daß sie mit den Gesprächen, die sie über Blogs führen, eine viel relevantere Kommunikation erzeugen als mit statischen Broschürematerial. Aber es muß die Kultur im Unternehmen stimmen, sonst klappt es nicht. Und auch wenn das Wollen vorhanden ist, braucht es jeden Tag wieder aufs Neue Menschen, die den Dialogen Leben einhauchen. Aufmerksamkeit mit allen im Unternehmen zu teilen ist für Vorstand und Corporate Communications ein tiefgreifender Wandel, der von vielen Professionals zwar interessiert beobachtet, aber zu oft als Bedrohung und nicht als Chance angesehen wird. Dennoch ist meine Prognose, daß die nächste Generation Corporate Websites wenigstens technisch und strukturell komplett blogbasiert wird. Nicht zuletzt, weil Websites ohne Kommentarfunktion weniger vertrauenswürdig wirken.

4. Blogs bleiben unkommerziell
Siehe oben - es gibt keinen Paid Content im Internet. Mangels Reichweite fällt Bannerwerbung für die meisten ebenfalls flach, auch wenn Anbieter wie Adical derzeit dabei sind, dies zu ändern. Bezeichnenderweise mußte Adical schnell von seinem Anfangs-Paradigma abweichen, nur Blogs mit mindestens vierstelliger täglicher Besucherzahl aufzunehmen. (Sascha Lobo weist mich darauf hin, daß es dieses Paradigma nie gegeben habe. Kleine Blogs gehörten von Anfang an mit dazu. Auch, um ein möglichst breites Zielgruppensegment abdecken zu können. Noch eine Anmerkung: Die aktuelle adical-Kampagne für Casio, bei der von Bloggern geschossene Fotos in den Werbeanzeigen auftauchen und kommentiert werden können, zeigt, was auf Werbekunden und Nutzer zukommt. Glückwunsch an dieser Stelle für das wohlgeratene Zweitlingswerk!).

Die Wahl fällt deswegen in der Regel auf Google Adsense. Hierbei erlaubt man dem Suchdienst, Textanzeigen auf der eigenen Website zu schalten, von denen Google glaubt, daß sie in einem vermutlichen Kontext zu den Beiträgen stehen. Das funktioniert mehr schlecht als recht. Zum einen wirkt Werbung gerade in Blogs als Fremdkörper, zum anderen sind Anzeigen in Blogbeiträgen weitaus weniger wirksam als neben einer Suchanfrage. Und Blogleser sind eben auch nur selten Menschen, die auf eine Textanzeige klicken. Die Einnahmen sind also in der Regel eher spärlich.

Das nährt bei vielen die Vermutung, Blogautoren seien käuflich oder anders manipulierbar. Ich will das gar nicht in Abrede stellen. Inszenierte Produktlobpreisungen würden schnell auffallen. Das meiste basiert auf Sympathie für Personen oder Produkten und wird eher befeuert durch die Aussicht, über Kooperationen zu neuen Kontakten zu kommen. Was phantasievolle Formen der Bezahlung angeht, haben wir mit Sicherheit noch eine Menge Überraschungen vor uns.


5. Blogs mangelt es an journalistischen Standards

Öffentlichkeit ist das, was jeder Blog-Autor sucht. Die beiden einzigen mir bekannten deutschen Blogs mit nachweislicher Wirkung außerhalb der Bloggerszene sind Bildblog und Spreeblick. Beide treten eher wie eine Online-Redaktion als wie ein klassischer Blog auf: Eine hohe Schlagzahl an Themen, mehrere Autoren und ein festes redaktionelles Konzept zeigen, wie professionell beide eben aber auch vorgehen. Redaktionelle Qualität ist nicht nur in klassischen, sondern auch bei sozialen Medien der Schlüssel zum Erfolg. Diese Evolutionsstufe wird dringend benötigt.

6. Warten auf Fachblogs
Was fehlt zur Qualität, sind Fachblogs. Sieht man sich die Blogcharts derzeit an, so schreiben zu viele Internetenthusiasten für Internetenthusiasten über das Internet. Und so wird es für Außenstehende wahnsinnig schnell öde, wenn sich immer die gleichen über die selben Themen echauffieren. Bitte nicht mißverstehen: Jeder soll schreiben, was er für richtig und wichtig hält. Ich wünsche mir aber mehr Außenwirkung für die Gattung Blogs. Und solange sich die Internetgemeinde ihrer selbst genügt, funktioniert das nicht.

Was wir brauchen, sind Blogautoren, die ihr Wissen einbringen, zum Diskurs animieren und so Menschen miteinander zusammenbringen, die ohne diese digitalen Gesprächsangebote nicht zueinander gefunden hätten. Hier geht es auch um journalistische Kompetenzen, aber eben nicht nur. Hier geht es um Menschen mit einer Passion und einer Botschaft.

7. Warten auf die nächste Blogwelle
Wo sind all die Menschen, denen ein Blog als kostengünstiges, vielfältiges, einfach bedienbares und leicht auffindbares Kommunikationsinstrument dienen kann? Menschen, die etwas zu sagen haben? All die wortgewandten Wissenschaftler, Spezialisten, Theologen, Künstler, Intellektuellen, Autoren, Politologen, Weltverbesserer, Medienmenschen, Aktionisten, Visionäre und sonstigen Kapazitäten?

Das Marketinginstrument, das ihr für euer Tun benötigt, ist längst da. Hört auf, euch in eurer analogen Arroganz und digitalen Ignoranz zu gefallen. Nutzt die Mittel, die bestehen. Sie funktionieren.

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Wozu Corporate-bloggen?

Veröffentlicht am 19. April 2007 um 18:22 Uhr von Mark Pohlmann

Um mit dem lieben Wettbewerb zu reden. Beispielsweise.

Ein Kunde gestern: „…Hamburg bietet jetzt auch Befragungen an, wussten Sie das?…“

Hamburg: Zum einen erstmal – toll, dass Ihr das geschafft habt mit den Befragungen.

Ansonsten geht mir die Kopiererei langsam ein bisschen auf die Nerven, ehrlich. Natürlich ist es auch ehrenhaft kopiert zu werden – gute Ideen setzen sich halt durch. Ich möchte bald aber trotzdem mal in Kundenmeetings hören „Hamburg hat sich da aber eine ganz andere Lösung ausgedacht“ oder „Hamburg hat da ja einen anderen Ansatz…“.

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Referenz

Veröffentlicht am 19. April 2007 um 12:01 Uhr von Mark Pohlmann

"Reden wir nicht immer über mich. Reden wir mal über Dich. Wie findest du mich eigentlich?"

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Waschzettel für umworbene Mavens

Veröffentlicht am 17. April 2007 um 11:23 Uhr von Mark Pohlmann

Robert Basic hat sich mit der für Blogger zunehmend interessanten Frage auseinandergesetzt: Was machen, wenn ein Unternehmen etwas von mir will?

Wenn man das ganze als Geschäft versteht, ist es kein Problem. Du nutzt die Infos und Zugänge der PR Agentur für Dein Blog und Dein Geschäft, sie nutzen den Zugang zu Dir und Du musst letztlich beurteilen, ob Du dann auch zu einem unkritischen Sprachorgan werden möchtest oder aber weiterhin mit Deinem Kopf denkst, wenn es um News geht, die man doch gerne auf Deinem, Blog sehen würde. Wer das Ganze persönlich sieht, also denkt, dass es hierbei um Deine nette Nase geht, hat gleich verloren in diesem Spiel. Also, denken, Augen auf und seinen Vorteil sehen, its business as usual.

Robert versteht dieses Spiel zwischen Öffentlichkeit und Medien übrigens wie kein zweiter aus der Blogwelt - er weiß um seine Rolle als Reichweitenkönig und setzt sie gezielt ein - für seine eigenen Interessen, für das, was er persönlich da draußen im Internet goutiert. Dabei ist er pragmatisch und bestrebt, unverdorben auf die Web-2.0-Szene zu blicken. Robert kann man auf kommerzielle Themen hinweisen, und er schaut sich diese auch an. Und wenn er darüber schreibt, dann immer mit dem persönlichen Blick und fester Meinung. Und genau das ist der Deal. Genau hierfür wird er ernst genommen - von seinen Lesern wie von Agenturen und Unternehmen.

Mein Tipp: Wer in dem Spiel um Eitelkeit und Aufmerksamkeit mitspielen möchte, ohne dabei unterzugehen, tut gut daran, sich an Roberts Verhalten zu orientieren.

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Ferien auf dem Themenblog

Veröffentlicht am 27. März 2007 um 11:06 Uhr von Carmen Ullrich-Nolte

Meldung in eigener Sache:

Die Sonne scheint - und der Themenblog macht eine Woche Pause.

Ab 2. April starten wir wieder durch.

Bis dahin beste Grüße von den Themenbloggern!

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Du weißt, dein Blog-Programm ist schlecht ...

Veröffentlicht am 19. März 2007 um 20:41 Uhr von Mark Pohlmann

.. wenn es täglich tausende Spam-Kommentare nicht erkennt, du deine eigenen Kommentare dafür immer wieder freischalten mußt, weil sie im Spam-Filter landen.

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Jens Kunath bloggt

Veröffentlicht am 21. Februar 2007 um 12:25 Uhr von Mark Pohlmann

Jens Kunath ist ein bekannter Kämpe des Web 1.0 (u.a. Geschäftsführer bei Dino-Online und Freenet, Gründer Orangemedia) der aber mittlerweile voll im hier & jetzt angekommen ist. Unter anderem als Investor und Berater und mit sehr interessanten Einsichten:

Das Internet hat den Umgang mit Kunden entscheidend verändert. Der Nutzer ist mündig geworden. Hat man sich früher über den Abschluß des Bertelsmann Buchclub geärgert, wurde das im kleinen Familien- und Freundeskreis oder am Stammtisch ausdiskutiert. Heute ist es in Windeseile in Foren, auf Blogs oder auf Produktbewertungsseiten. Es ist wichtig geworden mit dem Kunden zu kommunizieren. Schafft man es nicht den direkten Dialog mit dem Kunden zu finden, sucht er sich seine Plattform im Internet und das ist für das Unternehmen am wenigsten zu kontrollieren.

Durch diese Veränderungen muss das Unternehmen den Dialog mit unzufriedenen Kunden suchen und für Transparenz sorgen. Natürlich muss ein Unternehmen in erster Linie bestrebt sein, dass es keine oder nur wenige unzufriedenen Kunden gibt. Aber jeder Unternehmer weiß, dass das Illusion ist. Es gibt immer einen gewissen Prozentsatz, der mit allem unzufrieden ist. Wichtig ist nur, wie man mit diesen Kunden umgeht.

Im Falle bonus.net war der größte Fehler, die Kunden die unzufrieden waren oder behaupteten sie hätten sich nicht angemeldet, trotzdem in den Inkassovorgang zu geben. Heute weiß ich, dass Kunden die nicht zahlen wollen auch Wege finden um nicht zu zahlen. Und diese unzufriedenen Kunden machen viel mehr kaputt, als es Wert wäre die offenen Forderungen von ihnen einzutreiben. Weiterlesen

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PR-Blog-Karneval

Veröffentlicht am 25. Januar 2007 um 12:21 Uhr von Janina Dobrzynski

Hier eine Einladung zum Blog-Karneval mit dem Thema "erfolgreiche PR- und Medienarbeit". Die Seite könnte hübscher sein, Idee und Ziel sind allerdings toll. Jörg Petermann und Sven Lehmann sammeln zum zweiten Mal Beiträge von Business-Bloggern, um das Wissen dann als PDF kleinen Unternehmen und anderen, die es gebrauchen können, kostenlos abrufbar zur Verfügung zu stellen. Unterstützenswert. Da werde ich auch mitmachen.

Der Startschuss für das kollektive Geblogge fällt am 29. Januar um 8.00 Uhr, Texte können bis 18. Februar um 20.00 Uhr eingereicht werden.

Janina Dobrzynski

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Corporate Blogs - das rät Robert Scoble

Veröffentlicht am 3. November 2006 um 10:03 Uhr von Mark Pohlmann

Auch wenn andere schneller waren - hier findet sich eine sehr gute Zusammenfassung eines Vortrages von Robert Scoble zu der Frage, was beim Corporate Bloggen so alles zu beachten ist. Insgesamt 15 Punkte, die man allesamt auch in folgender Losung zusammenfassen kann: Verstehe dich als Schnittstelle und sinnvolle Ergänzung bereits existierender Diskussionen.

Ich kann noch ergänzen, was für mich der "Sweet Spot" des Bloggens ist: Jeder Eintrag ist ein erneuertes Gesprächsangebot für die Welt da draußen.

Die Punkte im einzelnen:

1. Blog because you want to
2. Read other blogs
3. Pick a niche you can own (be different)
4. Link to other blogs
5. Admit mistakes
6. Write good headlines
7. Use other media
8. Have a voice
9. Get outside the blogosphere
10. Market yourself
11. Write well
12. Expose yourself
13. Help other people blog
14. Engage with commenters
15. Keep your integrity

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Eva bloggt

Veröffentlicht am 2. Oktober 2006 um 14:16 Uhr von Mark Pohlmann

Es stimmt: Themen bestimmen die Relevanz eines Blogs. Das dürfte für Eva Hermann kein Problem sein. Der vor wenigen Stunden von der Buchmesse gestartete Blog begleitet die Diskussionen um ihre Buchveröffentlichung "Das Eva-Prinzip". Konzept und Umsetzung des Blogs stammen von SinnerSchrader Neue Informatik.

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Was ist ein A-Blogger?

Veröffentlicht am 23. Mai 2006 um 12:58 Uhr von Mark Pohlmann

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Ogilvy & Mather sind jetzt "Weblogs & Communications"

Veröffentlicht am 19. Mai 2006 um 14:26 Uhr von Mark Pohlmann

"Die Frankfurter Agentur Ogilvy & Mather bezeichnet sich sogar im Mailabbinder als Ogilvy Interactive Worldwide Weblogs und Communications", schreibt die W&V in ihrer aktuellen Ausgabe. Mal abgesehen, daß diese Bezeichnung - so sie denn stimmt, selbst gelesen habe ich sie noch nicht - maximales denglisches Phrasendresching ist, setzen jetzt genau die Richtigen auf das Pferd Weblogs:

Vor rund einem Jahr war es Ogilvy, die sich mit einem "Studenten aus Belgien" blamierten, der Blogger, unter anderem Björn Ognibeni, per Mail auf eine Online-Kampagne von American Express aufmerksam machte. Björn fand heraus, daß der Student in Wahrheit Mitarbeiter von Ogilvy Interactive war. Dies war natürlich ein gefundenes Fressen für die Blogoshäre. Und noch heute, wenn man nach "Ogilvy" und "Weblogs" sucht, findet man die schönsten Fundstellen dieses PR-Gaus ganz oben.

ogilvymather_weblogs.gif

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Blogger vorm Werbekarren

Veröffentlicht am 19. Mai 2006 um 12:59 Uhr von Mark Pohlmann

Gute Blogger sind rar und wertvoll. A-Blogger sind die digitalen Hubs für eine Vielzahl anderer Multiplikatoren: Journalisten, Tekkies, Werber. Je besser sie sind, umso häufiger dienen sie als Quell für Trends, Themen und Meinungen.

Die meisten bekannten Blogger halten sich einiges Zugute auf ihre archaische, ungebundene Arbeitsweise. Zu recht, denn es fließen viel Zeit und Liebe in einen guten Blog, die sich (noch) nicht monetarisieren lassen. Blogger arbeiten zuallererst mal umsonst. Deswegen lautet die wichtigste Motivation auch: Aufmerksamkeit. Und die läßt sich am besten erreichen durch Unabhängigkeit und Andersartigkeit. All das, was viele Leser in den durchkommerzialisierten Medien nicht vorzufinden glauben.

Reinheit weckt Begehrlichkeiten - von der Werbeindurstrie. Für sie sind Blogger wertvolle Glaubwürdigkeitsträger in einer korrumpierten Welt, und deswegen werden sie immer heftiger als Fahnenträger ihrer Produkte umworben. Es fängt an mit Einladungen zu PR-Events, die Fahrtkosten werden erstattet, man erwartet nichts, hofft aber doch auf wohlwollende Kenntnisnahme und - natürlich - einen Blogeintrag, wie´s denn war.

Doch indirekt war gestern. Heute werden die Blogger zu Testimonials, die Autos (Opel), Handies (LG, Nokia) oder Kameras (Pentax) testen. Dies kann nicht ohne Auswirkung auf das Verständnis von Blogs bleiben. So spannend sich die Erfahrungen auch lesen, vergrößern sie die Distanz zwischen Leser und Autor beträchtlich. Das werden die Hersteller genauso wie die Blogger spüren.

dailypia_opel.gif

Ich persönlich glaube nicht, daß diese halbprofessionelle Zusammenarbeit lange Bestand haben wird. Wahrscheinlich wird die Wahrnehmung solcher Allianzen schnell abnehmen, je häufiger sie ausgeübt werden.

Coca-Cola beschreitet einen wie ich finde konsequenteren Weg. Statt Blogger als frei umhersch[wirre]nde Litfaßsäulen zu engagieren, holen sie sich diese ins Haus, vielmehr in eine WG, die während der WM in Berlin aufgebaut wird. So werden die Blogger für eine gewisse Zeit zu offiziellen Mitabeitern der Marke, alles, was passiert, passiert im Umfeld der Marke. Ist das Projekt zuende, ist wieder alles wie vorher. Keiner muss sich für die wie auch immer verwobene Vernetzung entschuldigen, nichts gerät aus den Fugen. Oder wird Opel wirklich seinen Kunden wirres.net als Lektüre empfehlen? Ich bin gespannt.

Mehr zu dem Thema bei Robert Basic

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Im Gespräch mit Transparancy International

Veröffentlicht am 26. April 2006 um 17:48 Uhr von Mark Pohlmann

Wie vor einiger Zeit angekündigt, war ich gestern bei einem Vortrag von Prof. Dr. Dieter Biallas, einem ehrenamtlichen Aktivisten von Transparancy International, der sich als sehr würdevoller und interessanter alter Haudegen heraustellte und nicht, wie es meine Hoffnung bezüglich "Moni-Gate" war, als windiger Vertretertyp, den man mal mit ihren PR-Gaus konfrontieren kann. Lange Rede kurzer Sinn: Das böse Wort "Blog" kam nicht über meine Lippen! Und wenn ich ehrlich bin - so war´s auch interessanter.

Danke nochmal an Robert Basic für das nette Briefing!

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Blogs versus Medien

Veröffentlicht am 13. April 2006 um 11:23 Uhr von Mark Pohlmann

Die Machtergreifung der Medien-Konsumenten ist im vollen Gange. ... Sind [insgesamt sieben Qualitätskriterien] erfüllt, steht der Machtübernahme der Medien durch die Menschen nichts im Wege. (Quelle: turi2)

Naja, mich überzeugt derartiges Säbelrasseln überhaupt nicht. Schon die Infrastruktur und die Geschäftsmodelle lassen kaum Vergleiche zu. Wo Blogs allerdings punkten können: An den Rändern der Informationsgesellschaft, die eine persönliche Ansprache mehr schätzen als redaktionelles Handwerk. Journalisten sollten sich tunlichst mit der Frage beschäftigen, warum nur sie selbst noch glauben, Unabhängigkeit würde durch Unpersönlichkeit verkörpert. Weder hält irgendjemand die Medien für unabhängig, noch läßt sich eine Mediengesellschaft von dieser Attitüde der Distanz beeindrucken. Da kann ich nur sagen: Näher ran, bitteschön.

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Wenn zwei Blogger sich verabschieden

Veröffentlicht am 31. März 2006 um 10:40 Uhr von Mark Pohlmann

"Wir lesen uns" (Quote: Felix Schwenzel)

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Blogger verstehen lernen

Veröffentlicht am 13. März 2006 um 16:42 Uhr von Mark Pohlmann

Im Gegensatz zu den meisten Formen des Publizierens im Netz, vor allem zu den herkömmlichen Homepages klassischer Medien, haben Weblogs begriffen, dass das Internet ein Netz ist und dass man es am produktivsten benutzt, wenn man die Netz-Struktur ernst nimmt. Weblogs wollen keine Ziele sein, sondern Knoten, Passagen, die einen immer weiterleiten. Gleichzeitig findet ein interaktiver Prozess statt, denn jeder Weitergeleitete kann auch wieder andere weiterleiten, indem er sich am Bau der Passagen beteiligt.
Auszug aus einem Interview von Carolin Wiedemann mit Peter Praschl, Journalist und Autor des Blogs sofa. rites de passage.

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Blogger in Wal-Marts Mission

Veröffentlicht am 8. März 2006 um 14:24 Uhr von

Via Basic Thinking: NY Times Wal-Mart Enlists Bloggers in P.R. Campaign:

Under assault as never before, Wal-Mart is increasingly looking beyond the mainstream media and working directly with bloggers, feeding them exclusive nuggets of news, suggesting topics for postings and even inviting them to visit its corporate headquarters. But the strategy raises questions about what bloggers, who pride themselves on independence, should disclose to readers. Wal-Mart, the nation’s largest private employer, has been forthright with bloggers about the origins of its communications, and the company and its public relations firm, Edelman, say they do not compensate the bloggers. But some bloggers have posted information from Wal-Mart, at times word for word, without revealing where it came from.

Tja, und das kam dann raus, und der Ärger war groß. Merke: Blogger sind Multiplikatoren und als solche schwer berechenbar. Sogar das wortwörtliche Nachbeten vorproduzierter Botschaften liegt im Rahmen des Möglichen.

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Neue Verben

Veröffentlicht am 27. Juli 2005 um 15:24 Uhr von

Das Internet hat Tätigkeiten wie googeln, forwarden und wegmailen möglich gemacht. Ganz neu: "Kannste verbloggen."

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Blogs als PR-GAU

Veröffentlicht am 10. März 2005 um 9:40 Uhr von

Warum CEO-Blogs scheitern? Weil Manager nicht schreiben können.

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Warum Weblogs zum Hype nicht taugen

Veröffentlicht am 10. Februar 2005 um 10:44 Uhr von

TechnoratiDas Erregungskartell der Medienszene ist sich einig: Weblogs sind die schärfste Waffe im "Viral-Marketing".

Sie verändern erst die Recherche, dann den Journalismus und schlußendlich die Unternehmenskommunikation. Und schon fallen wie gewünscht die ersten willigen Opfer vom Baum: Apple verklagt Blogger, Jamba bloggt im Namen begeisterter Kunden), Kryptonite ist durch ein Weblog gezwungen, Produkte zu ändern, Ogilvy & Mather tappt in die Jamba-Falle, und Air Berlin betreibt ein quälend langweiliges PR-Blog. Hämisch werden ihre Namen herumgereicht.

Ich glaube, das legt sich schnell.

Das erste Problem: Masse

Derzeit gibt es angeblich 70.000 Blogs in Deutschland (Berlecon Research, Berlin). Natürlich gibt es Suchmaschinen, um der Flut Herr zu werden. Aber wer entscheidet rechtzeitig, welche Meinung das Zeug dazu hat, aus dem Blogger-Käfig auszubrechen? Wer will denn täglich den PR-Verantwortlichen anhand von Blogger-Einträgen von der drohenden Apokalypse überzeugen?

Das zweite Problem: Inzest

Wie alle Rampansäue sind auch Blogger eitle Menschen, die gerne über andere schreiben, aber am liebsten über sich selbst etwas lesen. Wie bringt man einen anderen Weblog dazu, über sich zu schreiben? Indem man auf diesen Wunschblog hinweist, ihn zu einem Thema lobend erwähnt, die Passage verlinkt und die Site auf seine Liste der Lieblingsblogs aufnimmt. Und schon ist man im "inner circle" der Bloggerbranche, die genau wie jede andere Medienbranche funktioniert: Schreibst du über mich, schreib ich über dich. Das Ergebnis ist eine Bauchnabelschau erster Güte, bei der jeder von jedem abschreibt. Ich würde behaupten, dass 99 Prozent aller Themen nicht aus diesem Käfig herauskommen.

Das dritte Problem: "Die Medien"

Dass ein Weblogger mit etwas nicht zufrieden ist, ist noch keine Krise. Zur Krise wird es erst, wenn die "echten", wirklich reichweitenstarken Medien dieses Thema aufgreifen. Das passiert derzeit alle naselang, weil Blogs als Quelle irgendwie investigativ, wild und innovativ wirken. Aber wie gesagt: Blogs sind Hype und das Ende dieser Sehnsucht nach authentischen Quellen "direkt von der Basis" abzusehen.

Werden Weblogs überschätzt?

Eindeutig ja. Aus einem ganz einfachen Grund: Es ist nicht das Weblog an sich, das ein Thema zum Thema macht, es ist die Suchmaschinenrelevanz. Weblogkommentare lassen sich über Google genauso einfach finden wie die Homepage eines Unternehmens. Dieses demokratische Element wiederum ist aber schon immer das Wesen des Internets gewesen. Meinungen haben sich über das Internet schon immer schnell verbreitet. Gestern nutzte die "Community" Foren, heute Weblogs. Man muß es halt nur wissen.

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