Medien erkennen Kraft des Bürgerjournalisten

Veröffentlicht am 16. Januar 2009 um 15:38 Uhr von Mark Pohlmann

Gestern, als der Airbus auf dem Hudson River notlandete, kam das erste Bild und die erste Botschaft von einem Passagier auf einer Fähre. Via dem Kurzmitteilungsdienst Twitter. Die Kraft - aber auch dessen Grenzen - sind von Spiegel-Autor Frank Patalong wunderbar erklärt. Medien und Social Media beginnen einander zu begreifen. Das wird ein gutes Jahr.


Relevanz entscheidet sich weder an der Selbstdefinition eines Mediums oder Dienstes, noch an der Grundhaltung seiner Teilnehmer und Nutzer: Relevanz entscheidet sich an den Ereignissen und Dingen, über die kommuniziert wird. In den professionellen Medien spricht man hier von Nachrichtenkriterien, an denen sich der Nachrichtenwert eines Themas bemisst. Die Kriterien eines ganz normalen Twitter-Nutzers sind da gemeinhin andere als die eines Wirtschaftsredakteurs, eines Krisengebiet-Reporters oder eines Feuilletonisten.

Niemand dürfte über die Tatsache, dass der vermeintliche Konkurrent Bürgerjournalist, dass also Janis Krums vor Ort war und sein Foto schoss, glücklicher gewesen sein als die professionellen Medien: Viele Zeitungen schmückten sich am Freitagmorgen mit dem von ihm geschossenen Motiv. Der Bürgerjournalismus kommt nicht, er ist längst da. Der viel beschworene Gegensatz zum kommerziellen Mediengeschäft dagegen nicht.

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