basicthinking.de bekommt zweites Leben

Veröffentlicht am 16. Januar 2009 um 9:15 Uhr von Mark Pohlmann

Es ist überall zu lesen: Top-Blogger Robert Basic hat seine Domain für knapp 47.000 Euro über eine eBay-Auktion an einen Provider verkauft, der hierüber einen neuen Fachdienst rund um IT-Themen aufbauen will. Das ist zwar weit weniger glamourös als von vielen erhofft, aber wohl immerhin eine realisistische Option, um den Blog wirklich dauerhaft weiterzuführen und, wenn gute Hände hilfreich walten, die Sichtbarkeit des Blogs weiter zu steigern.

Kann ein Blog ohne seinen Erschaffer existieren? Von vielen Social Media Experten ist dieses vehement bestritten worden. Ich würde eher behaupten: Unbedingt sollte es das können. Denn Robert hat recht mit seiner Behauptung, dass die Leute kommen, weil sie was zu lesen und diskutieren haben wollen: Über das Internet und den ganzen Rest. Von Leuten, die mit Seele und Sachverstand bei der Sache sind, die ansprech- und anfassbar sind.

In diesem Sinne ist der erste Aufschlag der neuen Herren von basicthinking.de mit dem richtigen Zungenschlag aufgetreten. Hier hat ihnen sicher Robert auch noch einmal kräftig die Hand geführt. Bald müssen sie es alleine schaffen.

Ich hoffe, dass der neue Betreiber, die Intergenia AG, das Unmögliche schafft und in Deutschland etwas aufbaut, was Robert schon immer war, ohne es richtig sein zu wollen: Das deutsche BoingBoing oder Engadget, also ein Ort, wo IT-Nerds in unterhaltsamer und informativer Weise ihren Leidenschaften frönen, so dass auch Nicht-Nerds Spaß daran haben. Diese Vermittlerfunktion zwischen IT und der Restwelt ist das Verdienst von Robert hier in Deutschland. Aber das können viele andere auch. Mal sehen, ob die Intergenia dazugehört.

Allen Beteiligten viel Erfolg für das Projekt! Und Robert alles Gute für "the next big thing"

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Bisherige Kommentare

1 | Hugo E. Martin schrieb am 16.01.09 13:19

Ein deutsches BoingBoing oder Engadget? Das ist wohl das (aller-)letzte woran der Käufer gedacht haben dürfte ...

2 | Yannick schrieb am 17.01.09 16:17

Nein. In einem Interview sagte der Käufer, eine Mischung aus Techcrunch und Engadget, also passt das schon.

3 | Jobs-Vertrieb schrieb am 17.01.09 16:54

Sicherlich kann es Roberts Blog schaffen auch ohne ihn zurecht zu kommen, ist es doch imho extrem wichtig, dass das Blog in Hände von Betreibern fällt.

Allein die Kommerzialisierung bzw. RoI wird jedoch entscheiden, wie lange dieses Blog weiterhin einen der wichtigsten Aktiv-Posten in der gesamten deutschen Bloggingszene darstellt.

Ob nun gut gemachter PR-Schachzug, schließlich hat es die noch recht junge Firma Serverloft, mit einem in diesem Sektor überschaubaren Finanzaufwand geschafft sich als Marke in den deutschen Markt einzuführen.
Oder tatsächliche Herzensangelegenheit, wie Thomas Strohe (GF der Serverloft), in einem Interview aussagte - wir alle werden es erst in einigen Monaten wissen.

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