1 Woche iPhone
Veröffentlicht am 15. August 2008 um 13:09 Uhr von Mark Pohlmann
Vier Wochen nach der Bestellung am erstmöglichen Tag (11. Juli morgens um 8.45 Uhr) bekam auch ich meines. Die Zuteilung roch nach sozialistischer Planungswirtschaft, aber was soll's.
Das meiste ist zum iPhone schon gesagt, deswegen halte ich mich kurz:
- Die Benutzeroberfläche ist rund zwei Generationen weiter als alles, was ich von allen klassischen Handy-Herstellern jemals in den Händen hatte. Wer was auch immer von Nokia & Co erwartet: Das wird nicht vor 2010 der Fall sein. Apple-Hasser, die solange nicht warten wollen, sollten ihre Hoffnungen auf die Android-Modelle verlegen. Das Betriebssystem wird von Google mitentwickelt. Vor allem: Vergesst das Betriebssystem Symbian. Das ist tot.
- UMTS ist langsam und unzuverlässig. Ich bin enttäuscht, vermute den Fehler aber eher in den Telekom-Netzen als im iPhone.
- Die virtuelle Tastatur funktioniert so leidlich, die Worterkennung ist ein Graus. Mit Sicherheit der größte Nachteil des ganzen Prinzips iPhone.
- Die Akkulaufzeigen halten nicht, was sie versprechen. Bei intensiver Nutzung ist nach 4-5 Stunden Schluss.
- Google Maps ist nicht in der Lage (oder: ich bin nicht in der Lage...), mir meinen Standpunkt anzuzeigen. Was ist da los?
- Der Prozessor wird bei viel Aktivität warm, manche Programme geraten in seltenen Fällen ins Stocken.
- Alles andere (YouTube, Twitter, iPod, Internet, SMS, VoiceMail) sind schlicht sensationell.
- Ein Wort zu den Tarifen: ich zahle für 1.000 Minuten, Quasi-Datenflatrate (5GB), die ich auch auf anderen Geräten nutzen kann und hinrissig viele SMS (ich glaube, 500) 75 Euro netto, das iPhone selbst ist stark subventioniert (habe 19 Euro für das 16GB-Modell bezahlt). Ich finde den Preis fair.
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Bisherige Kommentare
1 | Arno schrieb am 15.08.08 13:43
Das liegt wie man hört am iPhone, soll aber wohl mit einem Softwareupdate demnächst behoben werden. Aber als zufriedener Nutzer des iPhone Classic ;-) bin ich da nicht so genau im Bilde. An das Prinzip "virtuelle Tastatur" gewöhnt man sich sehr schnell, am Anfang ist das noch seltsam, ich persönlich tippe damit mittlerweile schneller als auf jedem BlackBerry. Die Autokorrektur ist aber in der Tat eine Katastrophe, die lässt sich zumindest auf gejailbreakten iPhones problemlos abschalten.Das hängt davon ab. Wenn man die Leistungen, die T-Mobile in ein Paket schnürt tatsächlich alle braucht, dann sind die Preise wirklich mehr als ok. Und da die Auswahl an unterschiedlichen Tarifen sehr mau ist, finde ich persönlich zum Beispiel nix was mit meinem derzeitigen Tarif mithalten kann: ich telefoniere ausschließlich auf dem Handy, ca. 300 bis 400 Minuten im Monat, zwei Drittel Festnetz, davon ca. 30 Minuten nach Frankreich, verschicke kaum SMS und verbrauche dank WLAN nie mehr als 100 MB im Mobilnetz. Bei o2 kostet das netto knapp 30 € im Monat (Festnetzflatrate, Homezonetarife fürs Ausland), bei T-Mobile kann ich wegen der Sprachminuten schon fast den größten Tarif nehmen (75 € netto), obwohl ich nichts von dem anderen Kram brauche (Hotspot-Nutzung, 5 GB Daten, 500 SMS).
Warum soll ich mehr als das Doppelte zahlen für etwas, das ich nicht brauche - nur weil's für T-Mobile-Verhältnisse billig ist? Nein, danke.
2 | Mark schrieb am 15.08.08 13:59
Mein Handy kann immer am besten mit anderen Handies telefonieren, und da finde ich den 1000er-Tarif sehr angenehm, weil er mich eher zum telefonieren anregt als mich abhält. das ist so eine psycho-sache. achja: die wochenendflat und die hotspot-flat vergass ich aufzulisten.
ich habe auch ein 02-tarif noch dazu, bilde mir aber ein, dass das t-netz wirklich zuverlässiger ist. aber diese diskussion will ich hier gar nicht führen. von den tarifen her würde ich am liebsten zu simyo gehen, da bezahlt man wirklich nur, was man nutzt. aber die schlechten umts-erfahrungen meines umfeldes hielten mich bislang davon ab.
3 | Mark schrieb am 15.08.08 14:16
hier die ergänzung zu den spekulationen rund um die ursache für die umts-probleme. angeblich sind es die infineon-chips.
http://www.businessweek.com/technology/content/aug2008/tc20080813_430402.htm