Was bringen Online Communities wirklich und wie?

Veröffentlicht am 29. Juli 2008 um 19:29 Uhr von Anna Friedrich

Eine Umfrage von Deloitte, Beeline Labs und der New Communications Research The 2008 Tribalization of Business hat nach dem Mehrwert von Online Communities geforscht. Neben der Mundpropaganda (35%) steigt die Wahrnehmung der Marke (28%), fließen Ideen schneller in das Unternehmen ein (24%) und verstärkt sich auch die Kundentreue (24%).

Befragt wurden 140 Organisationen aus dem B2B, B2C und Non-Profit-Bereich, die Online Communities einsetzen. Deren Größe variiert zwischen 100 bis mehr als 10.000 Mitgliedern.

Was eine gut funktionierende Community im Ergebnis ausmacht, sind nicht technologischen oder finanzielle Probleme. Vielmehr müssen Menschen (51%) involviert werden, Zeit investiert werden, um die Community zu organisieren (45%) und Nutzer auf die Plattform zu kriegen (34%).

Einige Führungskräfte allerdings weigern sich aus Angst, sich in der Community transparent zu zeigen. Allerdings geben nur 9% an, dass sie mit dieser Herausforderung zu kämpfen haben. Ein Partner von Beeline Labels betont:

Ganz klar liegt die größere Herausforderung darin, die Community zu einem Zweck zu positionieren, an dem sich die Leute beteiligen wollen und involviert werden wollen - und darin, die richtigen Ressourcen zu investieren, um die Community zu vermarkten und zu unterstützen.

Insgesamt deutet Alles darauf hin, dass Firmen angefangen haben, Soziale Medien effektiv für sich einzusetzen, um mit Kunden, Angestellten zu interagieren und zu diskutieren. Trotzdem zeigt die Umfrage, dass Marketiers ihre gesetzten Ziele mit den Online Communities nicht erreichen. Das wahre Potential der Portale haben sie noch nicht ausgeschöpft.

Aus den Ergebnissen ergeben sich acht Ratschläge, wie man eine Online Community aufbaut:

1. Fangen Sie von hinten an: Zuerst muss eine Geschäftsstrategie genau definieren, was mit der Community erreicht werden soll. Das Portal braucht eine klare Zielsetzung, die zum Geschäftsziel passt.

2. Fokus auf der Wertschätzung der Mitglieder: Sie sollten der anvisierten Zielgruppe mit der Community einen klaren Mehrwert liefern. Neue Mitglieder müssen den bereits existierenden ähnlich sein. Im Kern müssen Sie die Motiviationsgründe verstehen, warum Menschen mitmachen wollen.

3. Die Technologie kommt zum Schluß: Gedanken zur Web 2.0-Technologien sollten nicht den Blick auf das Wesentliche versperren. Mit der falschen Anwednung können die Ziele unter Umständen nie erreicht werden.

4. Einfache und intuitive Bedienung: Eine einfache Naviation und leicht beidenbare Anwendungen sollen den Nutzern eine komfortable Community bieten. Sie haben keine Zeit, um sich die Funktionen erst zu erschließen - diese müssen selbsterklärend sein.

5. Frisch und aktiv: Die Community darf nicht still stehen: es muss konstant etwas passieren auf der Plattform. Das A und O sind die Inhalte! Um den Mitgliedern mehr Anreiz zu bieten, kann man Events ins Leben rufen, die mit der Plattform in Verbindung stehen.

6. Holen Sie sich dynamische Community-Manager: Um die Community zu verwalten, muss man genug Zeit investieren. Sie darf nicht "vor sich hin brodeln" - dann ist es besser, keine Community zu gründen. Dennoch muss die Gemeinschaft den Mitgliedern gehören. Der Community Manager soll teilnehmen, aber nicht den Ton angeben.

7. Wer soll involviert werden, wer nicht: Die Führungsebene muss eingebunden werden in eine Regelkommunikation. Rechtsthemen, Öffentlichkeitsarbeit und Design sollten an Externe gegeben werden.

8. Vor dem Launch eine Hand voll Enthusiasten gewinnen: Ein Kern von leidenschaftlichen Nutzern sollte bereits im Vorfeld des Launchs vorhanden sein. Wichtig sind Mitglieder, die gute Beiträge liefern - sie sind Maßstab für die Community, die daraus entsteht.

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