Journalisten schreiben voneinander ab

Veröffentlicht am 24. Juni 2008 um 9:46 Uhr von Mark Pohlmann

Wie war das nochmal? Blogger sind keine Journalisten? Stimmt. Aber Journalisten arbeiten zunehmend wie Blogger, denn sie nutzen zu oft Sekundärquellen, sprich: das Internet. Und hier sind es dann wieder die alten Bekannten: Andere Medien. Und Google. Haben wir es nicht immer schon gewußt? Jetzt weiß es auch eine Studie der Landesanstalt für Medien NRW.

Journalisten greifen bei ihrer Recherche im Netz vornehmlich auf andere journalistische Erzeugnisse zurück anstatt auf Primärquellen wie etwa Websites von politischen, wissenschaftlichen oder kulturellen Einrichtungen. Eine Überprüfung von Online-Quellen findet nur selten statt.

Google kanalisiert bei professionellen Kommunikatoren die Aufmerksamkeit.

Das Telefon ist nach wie vor das wichtigste Rechercheinstrument der Journalisten. Doch gerade bei der Ermittlung von Zusatzquellen - wenn Journalisten also das auf ihren Schreibtisch eingehende Material erweitern wollen - kommen die Suchmaschinen im Internet zum Einsatz. Und hier dominiert auch bei den Medienschaffenden eindeutig Google den Markt. Wer bei Google beispielsweise zu einem aktuellen journalistischen Thema als Experte unter den ersten zehn Treffern gelistet wird, hat größte Chancen, wiederum von Journalisten interviewt zu werden.

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