Hyper, Hyper immer weiter???

Veröffentlicht am 5. Juni 2008 um 11:02 Uhr von Anna Friedrich

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Sie aktualisieren ihr Facebook-Profil während eines Skype-Telefonats, schreiben Twitter-Updates auf dem Weg zum Flughafen und lesen Emails auf dem Blackberry im Badezimmer. Sie zählen in ihren Social Networks über 1.000 Kontakte (und können wahrscheinlich mit 85 Prozent dieser nichts anfangen). Alltäglich benutzen sie mindestens sieben vernetzte Endgeräte - vom iPod über das MacbookAir bis hin zum GPS-System im Auto - sowie mindestens neun Kommunikations-Anwendungen.

Sie zählen zu den Hyperkonnektiven - denjenigen die die neue Kultur der Konnektivität vorantreiben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis weitere Extremvernetzte ihnen folgen. Wo geht die Reise in Zeiten der Hyperkonnektivität hin?

Laut Internetworldstats haben 21 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum Internet. 16 Prozent dieser globalen Informationsgesellschaft ist bereits "über"vernetzt und gehört damit zu den Extremnutzern. Weitere 36 Prozent sind bereits stark vernetzt und werden in naher Zukunft auch zu den Hyperkonnektiven zählen. Dies zumindest behauptet eine vom US-amerikanischen Nortel in Auftrag gegebene Studie von IDC, die mit 2.400 Arbeitnehmern aus 17 Ländern als repräsentativ bezeichnet werden kann.

Schlau unter den Übervernetzten ist, wer die Informationen vorselektiert und nur relevante verarbeitet; wer sich auf die wichtigen Kontakte konzentriert und sich nicht vom vernetzten Nirwana verführen lässt.

Was aber bedeutet dieser unaufhaltsame Trend für Organisationen und Unternehmen? Und, wie können sie die Massenverlinkungen produktiv nutzen?

Auch wenn der Trend zur Massenverlinkung noch lange nicht alle Teile der Bevölkerung erreicht hat, so ist klar, dass immer mehr Menschen den Hyperkonnektiven folgen werden. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Unternehmen müssen also ihre Kommunikationstrategie verstärkt an Internet-Medien orientieren. Sowohl in der externen, als auch der internen Kommunikation müssen sie sich gut auf die Ankunft der Hyperkonnetivitäts-Welle vorbereiten. Sie sind die zukünftigen Arbeitnehmer: so nimmt gleichzeitig die Wichtigkeit zu, Angestellten ein hyperkonnektives Arbeitsumfeld zu bieten. Sie sind aber auch die Konsumenten von morgen bzw. beeinflussen diese.

Damit Unternehmen auch vor einem Tsunami der Extremvernetzten gewappnet sind, müssen sie jetzt ihre Frühwarnsysteme anschalten und reagieren. Die Studie empfiehlt, das CIOs eine Strategie entwickeln, die die Hyperkonnetivität mit der Effektivität ihres Unternehmens verbindet. Systeme und Applikationen müssen eingeführt werden, die die Arbeitsabläufe regeln und beschleunigen. Dabei braucht es auch solche, die diese Systeme bedienen: Hyperkonnektive Talente für die zukünftige Arbeiterschaft. Und dabei darf die Sicherheit unter den neuen Tools nicht leiden, die die Produktivität steigern.

Trotzdem dürfen die vielen nicht Vernetzten von Unternehmen nicht vernachlässigt werden. Ihre Kommunikationsstrategie darf sich also nicht allein auf das Internet stützen. Ihre Zielgruppen erreichen sie durch einen Kommunikations-Mix. Denn daran, dass Printmedien, Radio und TV überflüssig werden, ist momentan nicht zu denken.

Was nach der Massenvernetzung kommt, wenn wir die Nase voll haben und die Web 2.0-Blase zerplatzt? Auf kurz oder lang wird eine Vereinheitlichung der Tools für ein Muss sein für die, die nicht in dem Überangebot untergehen wollen. Google arbeitet fleißig an OpenSocial und auch Facebook zieht mit.

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