Netzwerke bestehen aus Kontakten
Veröffentlicht am 30. Mai 2008 um 12:30 Uhr von Mark Pohlmann
Manchmal sind die Sachen so einfach, dass man sie auch sofort aus den Augen verliert. Beim Nachdenken, Angsthaben und zaghaftem Herauszögern darüber, wie sich Werbung in Gesprächsumfeldern entwickelt (andere nennen das Web 2.0, Communities oder sonstwie), gerät ein Punkt immer sofort aus dem Fokus: Hier stellen sich Menschen dar, hier werden sie sichtbar. Unternehmen können versuchen, ihre Produkte wie Personen aussehen zu lassen, es bleiben doch stumme Dinge. Aber Menschen können für Produkte stehen: Mitarbeiter genauso wie Kunden.
Warum eigentlich versteht sich niemand in den Markenhochburgen auf die ganz simple Vernetzung? Es ist ganz einfach, ja, nicht nur das, es ist schlichtweg trivial: Ich erzähle, was mich interessiert und höre zu, was andere zu sagen haben. Die, denen ich zuhöre, nehme ich zu meinen Kontakten auf. Wer das bei ein paar hundert Menschen macht, ist plötzlich selbst zu Hunderten verdrahtet, weil eben nichts interessanter ist als ein anderer Mensch, der mir zuhört.
Es gibt Menschen, die fast ausschließlich über dieses Verfahren ganze Unternehmen am Markt einführen. Das Lustige ist aber: Das kann wirklich jeder, und: es funktioniert, wie Loic Le Meur beweist. Sein Vertriebskanal für den Videodienst Seesmic sind seine Online-Kontakte, die über jeden seiner Schritte informiert sind und ihm einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil einbringen. Wer Seesmic schlagen will, muss vernetzer als Loic sein. So einfach ist das Leben manchmal.



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