Zwei Geburten an einem Tag: DocInsider

Veröffentlicht am 29. Oktober 2007 um 11:24 Uhr von Mark Pohlmann

Es ist selten der Fall, dass gleich zwei Kunden an einem Tag launchen. Aber heute ist es soweit. Beide haben viele Gemeinsamkeiten, könnten aber unterschiedlicher nicht sein.

Fangen wir mit dem kleineren der beiden Babies an: DocInsider ist ein neues Patientenpartal, das mit dem Ziel antritt, jedem den besten Arzt zu vermitteln. Denn Fakt ist doch, dass bis jetzt nur persönliche Empfehlungen zu guten Ergebnissen führen. Ähnlich wie Qype Transparenz bei Anbietern und Dienstleistern jeglicher Art schafft, will DocInsider fortan die Ärzteschaft von denen durchleuchten lassen, die es wissen müssen: Den Kunden, sprich: Patienten.

Für eine qualitative Bestimmung von Ärzten und anderen Pflege- und Heilberufen hat DocInsider sich für den Start drei Faktoren vorgenommen: Zum einen gibt es hier eine vollständige Liste aller Anbieter, samt detaillierter Suche in rund 300.000 Einträgen. Beispieslweise kann man sich bei Spezialisten die Ausstattung ansehen. Und die Anbieter selbst können ihre Einträge vertiefen. Hinzu kommt ein großes Synonymwörterbuch, der einem hilft, auch für volkssprachliche Krankeiten den richtigen Helfer zu finden.

Wenn ich also einen "Scheuermann" habe und nach Linderung rufe, findet DocInsider dieses Ergebnis:
docinsider01.png

Die zweit Säule ist die Vermittlung zwischen Arzt und Patient. Jeder Arzt bekommt jede direkte Bewertung weitervermittelt und kann darauf reagieren. Entweder öffentlich auf dem Portal, direkt per Mail oder mit dem Griff zum Telefon. Und wie schon bei Fachanwälten gang und gäbe können sich hier auch Fachärzte zum Zweck der Eigenwerbung profilieren und direkt auf Anfragen reagieren. Ferndiagnosen bleiben allerdings weiter verboten und Beiträge schreiben auf DocInsider kann man mit keiner Krankenkasse abrechnen, deswegen ist hier die Gefahr eines Missbrauches sehr gering.

Drittens: Jetzt kommen die persönlichen Bewertungen ins Spiel. Jeder Patient kann - und soll - seinen Arzt bewerten. Und zwar vor allem durch einen Fragebogen, der mit Fachleuten entwickelt wurde. Weil DocInsider auf alle Kriterien eingeht - Behandlung, Fachgespräche, Wartezeit, Betreuung und weitere - sind Bewertungen bei DocInsider viel aussagekräftiger für Patienten mit gleichen Leiden als alles, was bislang existiert.

Mal sehen, ob DocInsider genau solche Sprengwirkung entfaltet, wie das bereits Napster und Myspace in der Musikindustrie gemacht haben, DocMorris bei den Ärzten oder Holidaycheck im Tourismus. Schon heute sehen sich Hoteliers gezwungen, ihren Namen zu ändern, wenn sie bei den Internetbewertungen durchfallen. Ob das bei Ärzten auch bald der Fall ist?

Ich jedenfalls wünsche DocInsider-Gründer Ingo Horak und dem Team viel Erfolg!

P.S. Heise.de hat schon berichtet!

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Bisherige Kommentare

1 | Georg schrieb am 29.10.07 12:02

Da funzt irgedwas mit dem Captcha nicht oder ich brauch dringend einen Augenarzt.

2 | Guido schrieb am 30.10.07 17:11

... wenn Du einen Augenarzt brauchst, guck doch mal bei DocInsider, das funzt prima ;o SCNR

Ansonsten Chapeau, gut beschrieben, worauf ich mir auf www.fokus-erfolg.de hinzuweisen erlaubt habe...

Auf die Sprengwirkung jedenfalls bin ich gespannt ;o

Gruß Guido

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