Flickr doch zu was nutze: Mindmaps

Veröffentlicht am 18. Juni 2007 um 17:33 Uhr von Mark Pohlmann

Tja, das hat sich Flickr anders vorgestellt. Anstelle wohlwollender Anteilnahme für die deutschsprachige Adaption schüttet die hiesige Öffentlichkeit Spott und Häme über die Yahoo-Tochter aus. Der Grund: Bilder, die mit weniger als "vollkommen unbedenklich" gekennzeichnet sind, werden in einem deutschen Account gar nicht erst angezeigt. Die deutschen Gesetze verlangten einen härteren Jugendschutz, so die Erklärung der Yahoo-Pressestelle aus München. Andere nennen das Zensur. Schließlich ist mit einem US-Account auch über deutsche Rechner wieder alles sichtbar. Die FAZ schrieb, "der Schwung ist dahin". Nicht nur das. Die Blogosphere erhält die notwendige Energie, sich nach Alternativen umzusehen. Zwar ist Flickr eine der zentralen Anlaufstellen für das, was das "Web 2.0" ausmacht, aber es steht seit dem Aufkauf von Yahoo eigentlich nicht mehr unter Protektion - was man jetzt beim ewigen Google-Konkurrenten wenigstens im lokalen Maßstab schmerzvoll erfährt. Wir werden sehen, auf was die Blogosphere in Zukunft verweisen wird.

Noch ist es aber Flickr, und nicht etwa 23hq.com, das Fotosharing-Projekt des Reboot-Mitinitiators Thomas Madsen-Mygdal. Beispielsweise, wenn es um Mindmaps, also Visualisierungen von Vorträgen, geht. Ich hatte übrigens nach dem Vortrag auf der Reboot über Microblogging von Jyri Engeström, dem Gründer des Twitter-Konkurennten Jaiku gefahndet. Und bin schließlich glücklich bei Flickr gelandet.

Wer sich für das Thema "wann und warum entstehen eigentlich Netzwerke" interessiert, sollte sich zumindest die Grafik einmal ansehen.

mindmapreboot09.gif

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