Corporate Blogging ist tot?

Veröffentlicht am 15. März 2007 um 11:13 Uhr von Mark Pohlmann

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Auf dem Bild: nugg.ad-Gründer Stephan Noller in seinem ersten Leben.

Robert Basic hatte sich vor einigen Wochen bereits mit dem Thema beschäftigt, daß bloggende Unternehmen schnell frustriert davon sind, daß Aufwand und Reichweite in keinem vernünftigen Verhältnis stehen. Wer wochenlang liebevoll Artikel um Artikel schreibt und dabei vielleicht ein, zwei Dutzend Leser am Tag gewinnt, der fragt sich schon, ob er die Zeit nicht sinnvoller investieren kann.

Solange handwerkliche Regeln berücksichtigt werden (die wichtigste: Es bloggen immer Menschen, nie Unternehmen), gibt es aber keine Alternative zum Bloggen. Nirgendwo sonst im Corporate-Publishing-Universum kann eine solche inhaltliche Intensität wie in einem Blog hergestellt werden. Verarbschieden muß man sich allerdings vom Traum einer großen Reichweite. Nicht möglichst viele, sondern genau die Richtigen zu bedienen ist das Ziel eines Blogs. Und wenn das 50 Personen sind, und diese den Blog lesen, ist alles erreicht. Wer es anders sieht, wird nicht lange durchhalten. Oder muß Horst Schlämmer engagieren.

Jetzt findet der Behavorial-Targeting-Dienstleister nugg.ad (Achtung, nugg.ad ist zwar Kunde von uns, aber gerade in dieser Sache vollkommen selbständig agierend) eine adäquate Antwort auf das Problem.

Das neue nugg.ad Blog wird also Abschied nehmen von redaktionellen Prozessen und Publikationsplänen sowie überhaupt von jeglicher Form der Kontrolle. Ein paar nugg.ads werden also in Zukunft über den Alltag in einem spannenden Startup, der Homebase der weltbesten Relevanzmaschine berichten.

Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite. Genau DAS ist Corporate Blogging.

in

Bisherige Kommentare

1 | Shaddam IV schrieb am 15.03.07 15:24

Ich würde gerne wissen, welches arme Wirbeltier da von der Decke hängt?

Gruß,
k.

2 | Shaddam IV schrieb am 15.03.07 15:28

HA! Das Internet macht's möglich: Ein Ovis aries ist's, wesentlicher Organe beraubt. Man hätte dementsprechend auch vom Schweigen der Lämmer sprechen können.

Gruß,
k.

3 | Shaddam IV schrieb am 16.03.07 9:31

Zum Thema könnte man auch den Einwurf von Bruce Sterling (via The Register) lesen.

Der prognostiziert nämlich, dass Blogs in 10 Jahren wieder out sind. Warum? Weil in den meisten Blogs nur banales Zeug beschrieben wird:

"There are 55 million blogs and some of them have got to be good," Sterling said, during a speech here at the SXSW conference in reference to the slogan on blog search site technorati.com. "Well, no, actually. They don't."

Das zahlende Publikum darf also auf die Zukunft gespannt bleiben.

Gruß,
k.

4 | Stephan schrieb am 16.03.07 14:52

"Schweigen der Lämmer" finde ich im Zusammenhang mit nicht funktionierenden Firmen-blogs eine nette Analogie...

5 | Michael schrieb am 5.04.07 12:31

Ja dann schreib ich mal was zu dem Lamm!
Also dieses ist aufgewachsen auf Kölner- Weide und war Glücklich bis zum Tage, an dem ich beschloss es zu essen. (was natürlich die Aufgabe eines jedes Lammes ist) Macht so Mancher noch heute in den Kirchen und trinkt Rotes dazu, was wenn zuviel davon, bekanntlich Blau macht.( wir haben Ostern !!) Geboren war dieses Schlachttier im Osten und wurde von Stefan und mir im Passatkombi abgeholt, da es keiner steuerlichen Lammzählung standhielt. Es war somit ein schwarzes Steuerschaf, aber zur Abholung noch im Leibe seiner Mutter Wilma.(welches mein Auto vollpisste) Da Stefan damals noch bei mir als Pferdeknecht sein Studium erarbeitete, war es für mich klar, für gutes Essen zu sorgen.
Das Notenblatt auf dem Ständer zeigt ein Lied, wohl irgendwie mit dem Titel..... Welch ein Sinn macht Euer Tun?, in dem Stefan die erste Geige wohl spielt. Aber zurück zum Lamm, es hat uns gut gemundet!
Ja und wer bin ich? Stefans Meister, bei dem er sehr erfolgreich und revolutionär seinen
Zivildienst gemacht hat, der heute noch sehr Dankbar ist, da er durch ihn ins Zeitalter der Daten gefunden hat. Auch kann Mann und Frau noch heute die Kirsche bewundern die er damals pflanzte. Jedes Jahr werde ich so erinnert, denn es war der richtige Platz zur richtigen Zeit. Auch will ich sagen ,dass aus den Bemühungen des Pferdeknechts hier in Köln, ein recht erfolgreiches Reittherapiezentrum geworden ist.

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