Pro-Mavens
Veröffentlicht am 19. Februar 2007 um 15:42 Uhr von Mark Pohlmann
Die Amerikaner nennen sie etwas pathetisch Evangelisten, aber die Rolle dürfte auch in Deutschland bald bei vielen Unternehmen zu besetzen sein: Menschen, die ihre Begeisterung für ein Thema in einem wichtigen Zielgruppensegment so überzeugend vertreten, daß sie es sich leisten können, dafür bezahlt zu werden.
In Amerika ist dies längst gängige Praxis, wie der "Brand Evengelist" Michael Gartenberg beweist. Er liefert auch gleich die Stellenbeschreibung bei seinem neuen Arbeitgeber Microsoft nach.
Seine Glaubwürdigkeit leidet nicht unter dem Profi-Status. Im Gegenteil, sie erhöht seinen Status. Gartenberg ist als bezahlter Evangelist das "öffentliche Bloggesicht" von Microsoft für die Webgemeinde. Fortan gilt: Wer als Kunde wahrgenommen werden möchte, tue dies gerne über ihn. Denn nicht nur was er selbst erzählt, wird beachtet, sondern auch die Diskussionen in seinem Umfeld. Mit Gartenberg steigt auch der sich bei ihm artikulierende Endkunde in der Hierarchie um Aufmerksamkeit ein kleines Stück nach oben. Evangelisten-Marketing ist Arbeit mit Mavens. Man könnte auch ganz ohne Denglisch sagen: Die Zukunft der Werbung sind persönliche Empfehlungen.
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