Jens Kunath bloggt
Veröffentlicht am 21. Februar 2007 um 12:25 Uhr von Mark Pohlmann
Jens Kunath ist ein bekannter Kämpe des Web 1.0 (u.a. Geschäftsführer bei Dino-Online und Freenet, Gründer Orangemedia) der aber mittlerweile voll im hier & jetzt angekommen ist. Unter anderem als Investor und Berater und mit sehr interessanten Einsichten:
Das Internet hat den Umgang mit Kunden entscheidend verändert. Der Nutzer ist mündig geworden. Hat man sich früher über den Abschluß des Bertelsmann Buchclub geärgert, wurde das im kleinen Familien- und Freundeskreis oder am Stammtisch ausdiskutiert. Heute ist es in Windeseile in Foren, auf Blogs oder auf Produktbewertungsseiten. Es ist wichtig geworden mit dem Kunden zu kommunizieren. Schafft man es nicht den direkten Dialog mit dem Kunden zu finden, sucht er sich seine Plattform im Internet und das ist für das Unternehmen am wenigsten zu kontrollieren.
Durch diese Veränderungen muss das Unternehmen den Dialog mit unzufriedenen Kunden suchen und für Transparenz sorgen. Natürlich muss ein Unternehmen in erster Linie bestrebt sein, dass es keine oder nur wenige unzufriedenen Kunden gibt. Aber jeder Unternehmer weiß, dass das Illusion ist. Es gibt immer einen gewissen Prozentsatz, der mit allem unzufrieden ist. Wichtig ist nur, wie man mit diesen Kunden umgeht.
Im Falle bonus.net war der größte Fehler, die Kunden die unzufrieden waren oder behaupteten sie hätten sich nicht angemeldet, trotzdem in den Inkassovorgang zu geben. Heute weiß ich, dass Kunden die nicht zahlen wollen auch Wege finden um nicht zu zahlen. Und diese unzufriedenen Kunden machen viel mehr kaputt, als es Wert wäre die offenen Forderungen von ihnen einzutreiben. Weiterlesen
in Bloggerei


Bisherige Kommentare
1 | German Mäkler schrieb am 22.02.07 17:35
Das stimmt, der Kollege muss noch aus Web 1.0-Zeiten kommen, wenn er "Abschluß" noch mit "ß" schreibt.
2 | Gregor Hochmuth schrieb am 24.02.07 1:16
Passend dazu heute im UK Independent: Consumer militancy erupts as individuals join forces on the internet to fight back against the state and big business (via Slashdot)