Ist wirklich alles in den Medien inszeniert?

Veröffentlicht am 17. Januar 2007 um 15:45 Uhr von Mark Pohlmann

Klaus Kocks sagt: Ja, sicher. Kocks ist eitel, klug und unterhaltsam. Eine gute Mischung für den Job in der PR, wie ich finde. Es selbst nennt sich "der käufliche Intellektuelle". Auch gut. Und gutes Spiegel-Interview. Außerordentlich gut sogar. Für einen PRler.

"Aber Inszenierung heißt nicht, dass es immer einen Regisseur gibt. Warum ist denn auf den Titeln der verschiedenen Zeitungen häufig das gleiche zu sehen? Geht es um die objektive Relevanz der Nachrichten? Nein, denn die objektive Relevanz lässt sich bei der täglichen Meldungsflut nicht prüfen. Es geht um etwas ganz anderes, es geht darum, ob eine Meldung bereits eine Geschichte andeutet. Einen Sinnzusammenhang. Danach wird selektiert. Also bin ich Geschichtenhändler, ich verkaufe Geschichten. Journalisten und PR-Leute benutzen die gleiche Fähigkeit zu verschiedenen Zwecken. So gesehen haben Sie und ich denselben Job. Aber wehe, das spricht jemand offen aus. Das ist dann der Punkt, wo bei den Journalisten die berufsethischen Alarmglocken läuten."

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