Live von der LeWeb3 (1): "Let´s make it happen"

Veröffentlicht am 11. Dezember 2006 um 15:52 Uhr von Mark Pohlmann

Nur kurz ein paar Stichpunkte, bevor das W-Lan hier zum hundertsten mal zusammenbricht.

Groß, sehr groß. Rund 1.000 Teilnehmer. Aber alle deutschen Web-2.0-Promis sind im Umkreis von 30 Metern auffindbar (wer mir gerade so untergekommen ist: Lars Hinrichs, die drei von der Tankstelle Cellity: Sarik Weber, Tim Törne, Nils Weitermeyer; Christian Leybold, Lukasz Gadowski, Andreas Milles, Martin Oetting, Katharina Borchert, Ibu Evsan, Heiko Hebig, Axel Schmiegelow, Daniela Hinrichs, Erika Hauth, Dirk Liedtke, Oliver Wagner, Jochen Wegner, Björn Ognibeni, Christian Jung, Nicole Simon, Christian Janz, um mal ein paar zu nennen. christoph janz (pageflakes), andreas schlenker (partech) und marc samwer (noch vor der tür).
Location ist eine Halle irgendwo im Osten von Paris, weit weg vom Zentrum im direkten Anschluß an ein riesiges Schwimmbad - es riecht hier sogar noch ein wenig nach Chlor.
Gegen den Verkehr von Paris ist der in Hamburg Kindergeburtstag
Wenn ich die Grundidee der Konferenz einmal zusammenfasse, dann geht es um folgendes: Wir wissen, das Web ist gut, Web 2.0 sowieso. Wie können wir jetzt die Welt erobern? Und tatsächlich, wenn man die Startup- und Wagnisfinanziererdichte betrachtet, ist das der Angelpunkt, der ein wirklich unglaublich internationales Publikum an den beiden Tagen zusammenbringt.
Die Stimmung ist gut, die Organisation kann da nicht ganz Schritt halten. Aber halt: Das Mittagessen (nicht umsonst ist "Mittagstisch mein am meisten benutzter Tag bei Qype) setzt Maßstäbe.
Die Konferenz besteht aus einem großer Raum mit etwa 700 Plätzen und Vorraum (in letzterm sind rund 10 Kaffeetresen aufgebaut, doch nirgends Kaffee), im ersten Stock gibt es noch einen recht engen Nebenraum, in dem im Zehminutentakt Start-ups präsentieren. Sie leiden unter dem schlechten W-Lan genau wie wir alle, mit dem Ergebnis, dass schon Präsentationen abgebrochen werden mußten. Und wenn eine Präsentation läuft, dann ist sie auf dem kleinen Monitor am anderen Ende des Raumes kaum zu erkennen. Und englischsprechende Franzosen erschweren den Erkenntnisgewinn zusätzlich.
In diesem Moment sitzt Lukasz Gadowski mit ein paar anderen Gründern auf dem Panel, darunter Brent Hoberman von Lastminute und Bjorn Kvarby von shopping.com. Es geht um E-Commerce 2.0 und die Frage, was an dem Handel von und für Jedermann denn nun so toll ist. Es geht ziemlich ruhig zu da oben, schließlich herrscht an dieser Stelle große Einigkeit: Wir haben die volle Entfaltung des Social Commerce noch vor uns, was jetzt ist, sind kleine Geplänkel gegen das, was wir in fünf oder zehn Jahren sehen.
Nach der Kaffepause berichtet Martin Vasavsky über die Aufgabe ein globales Unternehmen zu errichten. Mal sehen, ob ich davon ein wenig bloggen kann.

update. martin varsavsky (fon)
puh... was soll ich sagen. eine reine verkaufsveranstaltung: "die asiaten sind verrückt nach gadgets und lieben es, unsere fonera-w-lans zu bauen"... eigentlich geht es in der rede darum, wie man als spanier die spanische mentalität über die welt verbreitet (und allen anderen dabei einen router unterschiebt): mit fiestas. olé!

udatete Tariq Kom von Netvibes.
Sehr sympathischer Typ. Auch er spricht über das Problem, als kleines Unternehmen weltweit wahrnehmbar zu sein. Aufgabe sei es gewesen, nach innen klein und nach außen groß zu sein. beides sei überlebenswichtig, was aber gerade in einem so heterogenen markt wie in europa sehr schwer ist. aber bei netvibes ist es sehr einfach, die kunden mit einzubeziehen. da jeder anwender sich sein eigenes interface zusammenbaut, sei es sehr einfach, die unterschiedlichen mentalitäten zu erkennen und zu bedienen.

update ich
ich habe eben jobtv ein interview darüber gegeben, warum ich hier bin und was ich aus der konferenz rausziehe. derzeit übrigens noch nicht allzuviel. es ist nicht nur alles sehr groß, sondern auch sehr satouriert. man merkt, wie gut es der szene geht und wie groß die großen sind (technorati, fon, myblog yahoo, orange, nokia, lastminute.com). die vorträge laufen so: nach einer kurzeinführung einer schlüsselperson kommen immer gleich vier aus dem marktsegment auf das panel geschossen, und dann wirds schnell langweilig. zeit zu bloggen.

ich hoffe, dass jobtv-interview ist morgen online, damit ich verlinken kann. die moderatorin hat übrigens angefragt ob sie von der nächsten next10years berichten dürfen, und soeben habe ich jochen wegner, chefredakteur von focus online, als speaker gewonnen. und dass, obwohl wir noch keinen konferenztermin haben, es kann also nichts mehr schiefgehen ;-)

gerade wird diskutiert, ob und wie europa gegen die übermacht der amerikaner bestehen kann. das finde ich eine sehr interessante diskussion! als unterschiede wurden genannt: in usa ist das internet eine industrie, bei uns eine szene, drüben steht das networking im mittelpunkt, wir hier sind noch zu stark zersplittert und es fehlt die überzeugung, die welt verändern zu wollen - und zu können. tenor: let´s make it happen.

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Bisherige Kommentare

1 | Konrad schrieb am 11.12.06 18:47

was fuer ein trockene bemerkung das mit den "englischsprechenden franzosen und dem erschwerten erkenntnisgewinn"... hehe, sehr witzig

2 | erik schrieb am 12.12.06 10:11

Vielen Dank für das Erika ;) Gruß nach Paris.

3 | Sarik schrieb am 13.12.06 0:53

Hey Mark,

das mit den drei von der Tankstelle ist gar nicht so schlecht, http://www.cellity.com packt Dir den Tiger in den Handy-Tank, so fährst Du mit gleicher Tankfüllung mindestens doppelt so weit ;-)

Nachdem wir den etwas wackeligen Rückflug nach Hamburg gut überstanden haben, freu ich mich schon, einige von Euch beim Web 2.0 Workshop in München wiederzusehen:

http://www.medien-netzwerk-muenchen.de/

Sarik

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