Kreative Kaste - Amerika, du hast es besser

Veröffentlicht am 30. November 2006 um 10:24 Uhr von Mark Pohlmann

Da ich gerade dabei bin, meine Präsentation zu überarbeiten, hier mal zwei Zahlen, die mich beeindrucken: 50 Mio. Menschen haben in Amerika bereits "ins Internet reingeschrieben" (Quelle: PEW 2006), jede dritte der Top-30-Websites bietet die Möglichkeit, selbst Inhalte zu ergänzen (im Chart grün gefärbt). Würde man nicht nach Reichweite, sondern nach Zeit messen, so wie das im TV üblich ist, wären Myspace & Co. noch weiter vorne.

Neidisch kann man ob der Zahlen über den Teich blicken. Dabei gibt es gar gerade knapp dreimal soviele Amerikaner wie Deutschsprachige (300 vs. 110 Mio.) Wo sind also unsere 17 Mio. Content-Aggregatoren?

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Bisherige Kommentare

1 | Karin schrieb am 30.11.06 11:15

Ich glaube die Rechnung müssen wir anders anstellen: Wie viele Leser gibt es für englischsprachige Inhalte - im Vergleich zu den potenziellen Lesern von deutschsprachigen Inhalten.

Da sieht die Relation dann ganz anders aus. Leider!

2 | Christian schrieb am 30.11.06 14:00

Wollt ich auch grade schreiben. Mmhf.

Wenigstens rückt uns die Gegenüberstellung 300 vs. 110 Mio wieder zurück in Richtung globale Bedeutung. Nur das "leider" rund eine Milliarde Menschen Englisch sprechen. Und mich beschleicht das ungute Gefühl, es könnten sogar ein paar Deutsche darunter sein...

3 | Mark Pohlmann schrieb am 1.12.06 12:39

ich weiß nicht, das Sprachenproblem schockt mich jetzt nicht so. 50 Mio. Amis bleiben 50 Mio. Amis. Was hat das mit 1 Mrd. Menschen, die englisch können, zu tun?

4 | Karin schrieb am 1.12.06 16:06

ich denke da besteht schon ein Zusammenhang. Das potenzielle Publikum für die Inhalte ist für größer, egal ob Film, TV oder Internet.

Die Zielgruppe für Steve Rubel sind alle an PR interessierten Menschen, die Englisch sprechen. Die Zielgruppe für uns, oder sagen wir Klaus Eck, ist dagegen winzig. Die Größe des Publikums wirkt dann wieder auf die Inhaltserstellung zurück. Der Einfluss von Rubel ist massiver, als von Klaus Eck.

Viele englischsprachige Blogger können von ihren Adsense-Einnahmen leben. Kann das ein einziger deutscher Blogger von sich behaupten?

Aber ich hab schon irgendwo gehört, dass chinesische Blogger a la longue das größte Publikum haben werden.

Ein Kommunikations- oder Sprachwissenschafter könnte das sicher besser erklären als ich. Vielleicht liest es ja jemand...

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