Und immer wieder: Storytelling

Veröffentlicht am 26. Juni 2006 um 10:41 Uhr von Mark Pohlmann

Gerade fordert Stephan Uhrebacher im Qype-Blog auf darüber zu berichten, wie Qype als lokale Suche so im realen Leben funktioniert, da flattert mir die aktuelle WiWo-Ausgabe auf den Tisch mit einem Riesenportrait über OpenBC (besonders lesenswert das Lars-Hinrichs-Interview, das es nur online gibt). Der Aufhänger des Portraits: Wie Menschen mit OpenBC ihre Geschäfte organisieren. Vier Seiten eine einzige Hymne auf OpenBC (Herzlichen Glückwunsch, Daniela!)

Der Hebel heißt: Storytelling.

Konkret geht es um das Erzählen von Geschichten und um aktives Zuhören. Wichtig ist, dass der Zuhörer in die erzählte Geschichte eingebunden wird. Dadurch wird der Inhalt der Geschichte nicht nur „gehört“, sondern auch „erlebt“. Das hat den Vorteil, dass das zu transportierende Wissen eher verstanden wird und sich zudem verfestigt.
Erst duch die Geschichten der Nutzer ist die WiWo willens, vier Seiten für ein Unternehmen zu opfern. Der Dreh lautet, einen Mehrwert in eine Erzählung zu verpacken, der immer gleich aussieht und doch 1.000 Varianten kennt: Wie aus einem häßlichen Entlein ein von allen bewunderter Schwan wird. In den Hauptrollen: Der Kunde, das Unternehmen und das Produkt.

Storytelling ist kostenlos, schnell und effizient. Das Tor steht jedem Unternehmen offen. Leider gehen nur wenige durch. Weil viele nicht bereit sind, sich selbst durch die Augen ihrer Kunden zu sehen? Ich weiß es nicht.

Das Internet bietet übrigens die beste Vorbereitung zum Selbsttest. Einfach mal über eine Blogsuche wie technorati nach dem eigenen Unternehmen suchen und lesen / zuhören, was andere über einen erzählen. Oder wie Stephan die Kunden dazu affordern.

Zuhören ist überhaupt ein guter Anfang. Sagt auch Lars Hinrichs:

WirtschaftsWoche: Der Versuch, mit OpenBC-Ablegern im Inland zu wachsen, ist gescheitert.

Ja, das war eine bittere Erfahrung. Wir haben den Markt falsch eingeschätzt und das Wichtigste vergessen: Den Nutzer. Der hat nämlich keine Lust, sich zwei oder dreimal zu registrieren. Aber jeder kann sich irren. Es geht nur darum, mehr richtige als falsche Entscheidungen zu treffen. Und die falschen nicht zu wiederholen. Deshalb haben wir das Produkt eingestampft und machen jetzt daraus Untergruppen auf OpenBC, zum Beispiel für Accenture oder für die Uni Hamburg. Das neue Produkt kommt deutlich besser an.

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Bisherige Kommentare

1 | Arno Klein schrieb am 26.06.06 16:26

Manueller Trackback: openBC in der Wirtschaftswoche

2 | Tina Lang-Stuart schrieb am 26.06.06 22:45

Ich bin gespannt, was passiert wenn MySpace nach Europa kommt, wie der Social-Networking-Gigant letzte Woche angekündigt hat. Dann wachsen auch in Deutschland die Teenager mit online Networking auf und OpenBC oder LinkedIn (das amerikanische Pendant)gehen ins Blut über.

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