Burda und die Blogs II

Veröffentlicht am 31. Mai 2006 um 12:09 Uhr von Mark Pohlmann

Was bisher geschah: Peter Turi hat eine Zusammenfassung der gestrigen Burda-Bilanzpressekonferenz geschrieben und reißerisch mit "Bye-Bye-Blogs" getitelt. Die "Überraschung aus München": sind Blogs nicht mehr das heißeste Thema. Diese Erkenntnis nahm ich zum Anlaß für untenstehenden Artikel (den ich soeben um das Wort "Branchengerücht" erweitert habe).

Was vielleicht besser gewesen wäre: Mal mit Heiko Hebig zu sprechen, der in ebenjener Burda-Einheit wirkt und zu den bekanntesten Bloggern Deutschlands zählt (und Referent der Next10Years war).

Er wies mich darauf hin, daß auf der PK nirgends ein schlechtes Wort über Blogs gefallen sei. Im Gegenteil, an vielen Stellen im Hause Burda seien neue Projekte in Arbeit. "Burda experimentiert mit allen Internettechnologien. Dazu gehören Blogs genauso wie Podcasting oder Internet-TV. Ein weiteres hinzuzunehmen, heißt doch noch lange nicht, bestehende fallenzulassen", so Heiko in unserem Gespräch. Für ihn ist es rätselhaft, wie Turi zu seiner Einschätzung kommt: "Der Titel faßt wunderbar zusammen, was der Text nicht hergibt".

Und dann wies er mich noch auf einen wirklich wichtigen Punkt hin: Daß Experimentieren auch heißt, aus Erfahrungen lernen zu dürfen, Konzepte aktualisieren zu können. Genau das ist es, was den meisten Unternehmen in Deutschland fehlt, und was Burda tatsächlich vorlebt.

Bevor wir bloggenden "Medienexperten" die zarten Pflänzchen wieder totdiskutieren, sollten wir vielleicht wirklich abwarten, was kommt aus dem Hause Burda. Und daß noch einiges kommt, hat Heiko äußerst glaubhaft versichert.

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Bisherige Kommentare

1 | 50hz schrieb am 31.05.06 14:17

Wie ich bei mir drüben ( http://blog.50hz.de/?p=305 ) formuliere, schreibt Turi über das, "was er während einer Pressekonferenz im Hause Burda zwischen den Zeilen und später bei 'Thymian-Lende mit weißem und grünem Spargel' erfahren haben will." Mit wem er gegessen hat, hat er nicht überliefert.
Dass Heiko Hebig das anders sieht, will ich gerne glauben. Dass es nicht unwichtige Personen bei Burda gibt, die ihren suchenden Blick schon wieder woanders hinlenken, aber auch.

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