The next big Thing: Unternehmen, die zuhören
Veröffentlicht am 2. März 2006 um 10:00 Uhr von
Ab sofort, und ab nächster Woche auch in neuem Design, berichtet der Themenblog über die Strategien im Umgang mit Peer-to-Peer-Kommunikation. Anders ausgedrückt: Eigentlich geht es um die Frage, wie Unternehmen das Zuhören lernen.
Und damit gehte es um nichts anderes als eine seit zehn Jahren avisierte Kulturrevolution. Was Web 1.0-Visionäre auch schon wollten, wird das Web 2.0 schaffen: Unternehmen, die nicht zuhören, die eine Kommunikation nur simulieren, werden hinweggefegt werden. Im digitalen Raum jedenfalls werden sie scheitern. Denn hier ist das Zuhören ein großer Teil genau jener Identifikation, die eine Marke zur Distinktion und damit zum Überleben braucht.
Geht es hier also um Weblogs? Ja, auch. Aber sie sind nur der Anfang, ein Ankündigung, daß das Ende der kommunikativen Komfortzone ("wir sprechen, du hörst zu") naht. Weblogs zeigen gleichsam die Grenzen dieses Corporate Publishing. Weblogs (jedenfalls gute) sind Personenportale (dieses auch). Die Freiheit zur Selbstvermarktung der Mitarbeiter muß ein Unternehmen leben, und dementsprechend rar sind die Referenzen. Und nicht alles, was sich Blog nennt, ist auch eines.
Der Themenblog wird den Blick weit über die Blogosphere dehnen. Interessant sind alle Projekte, in denen Unternehmen von einer Einwegkommunikation zum Dialog umschalten. Das Mittel heiligt den Zweck. Also werden wir Wikis, Communities, Online-Spiele, Mass Customization, Werbung und alles ansehen, von dem wir heute noch gar nicht wissen, daß wir uns morgen dafür begeistern werden. Ich bin gespannt.
Ich freue mich auf einen expansiven Markt, viele Praxisbeispiele und einen interessanten Diskurs. Dieser Text ist nur das erste Wetterleuchten. Richtig los geht es nächste Woche.
Herzlichen Gruß
Mark Pohlmann
in The Work


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