Veröffentlicht am 29. August 2005 um 15:24 Uhr von
Das Sony-Zitat unten zeigt natürlich, wie wichtig das Thema
"Einfachheit" ist - gerade in der Außendarstellung. Wie ein paar Einträge weiter unten schon beschrieben,
setzen viele Unternehmen (dazu gehört auch Sony) ihre gesamte Corporate
Story auf diesem Anspruch auf. Wer jedoch bereits tut, worüber diese
nur reden, rennt in vielen Redaktionen offene Türen ein. Unternehmen,
die ihren Kunden zuhören, hören auch Redakteure lieber zu.
in Themenmanagement
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Veröffentlicht am 29. August 2005 um 11:48 Uhr von
Ein sehr interessantes Zitat hat Sony-Marketingchef Oliver Kaltner der FTD für ihre heutige IFA-Berichterstattung mitgegeben:
"Der Konsument möchte Technik nicht unbedingt verstehen, sondern sie vor allem nutzen."
Nun mal ehrlich: Wie kommt der Mann darauf? Zum Glück darf hierzulande schon lange niemand mehr Auto fahren, der die Steuerelektronik von ABS, ESP und DPF nicht selbst reparieren kann. Ich finde es schon aus Sicherheitsgründen richtig, daß dieses Fachwissen zum Führerscheinerwerb zwingend dazugehört. Nicht notwendig, aber bereichernd empfand ich die technische Prüfung zum Besitz eines Mobiltelefons. Ich freue mich, daß ich meinem Sohn erklären kann, wie Data Packaging bei UMTS funktioniert und wo die Unterschiede zum alten Standard liegen. Derzeit bereite ich mich auf den Kauf eines Navis vor. Noch fallen mir vor allem die händischen Berechnungen zu den Satellitenpositionen schwer. Das muß ich aber können, falls das Gerät mal ausfällt - da komme ich wohl nicht drumherum. Ich melde mich wieder, sobald ich hier weitergekommen bin!
in Medien 1.0
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Veröffentlicht am 26. August 2005 um 10:49 Uhr von
"Das Gewitter ist bei Google nicht mehr fern", schreibt Handelsblatt-Redakteur Thomas Knüwer in seinem Weblog. Seine These: Die Arroganz gegenüber Medien im Allgemeinen und kritischen im Besonderen läßt ein Kippen der öffentlich positiven Meinung immer wahrscheinlicher werden. Mein Kommentar dazu: Google folgt der Kultur aller Monopolisten. Sie lassen in der Öffentlichkeitsarbeit nur die von ihnen gesteuerte Selbstinszenierung zu. Es wird Zeit, daß Google Konkurrenz bekommt.
in PR 1.0
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Veröffentlicht am 26. August 2005 um 9:31 Uhr von
Die tägliche Lektüre über mögliche Hedge-Fonds-Attacken verrät derzeit einiges über die Psyche des Journalisten. Als Leser werde ich mit immer neuen Nachrichten darüber aufgeschreckt, welcher Investor wo einzusteigen gedenkt. Weil die Motive der Investoren offensichtlich auf der gleichen kulturellen Stufe mit Clash of Culture, J.R. Ewing und Blitzkrieg stehen, lesen sich die Artikel so, als stünde das Ende des Abendlandes bevor. Gleichzeitig werden die Investoren in Portraits verklärt wie Geheimagenten, die mit kühlem Verstand jeden Laden aufräumen können. Liege ich falsch, wenn ich hier ein kleines Minderwertigkeitsproblem vermute?
in Medien 1.0
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Veröffentlicht am 25. August 2005 um 14:11 Uhr von
Was ist bloß aus Sony geworden? Das FTD-Interview mit Deutschlandchef Manfred Gerdes von heute spricht Bände. Man habe den MP3-Zug verpaßt, sei hier von Apple abgehängt worden, leide unter Preisdruck und könne für das nächste Geschäftsjahr nichts als Verluste verkünden. Als kreative Idee brachte der Chef den Vorschlag, daß seine Mitarbeiter einen Monat geschäftlich per Bahn statt Flugzeug reisen könnten. Ja, ist der Mann - und seine Pressestelle gleich mit - von allen guten Geistern verlassen? Während Apple mehr darunter leidet, von seinen Fans chronisch überschätzt zu werden, tut Sony alles, um jede Erwartung im Keim zu ersticken. Wo ist sind die Innovationen, wo die Themen, die Sony besetzen möchte? Eigentlich verbietet sich für einen Chef eine derart öffentlich zur Schau getragene Perspektivlosikeit. Wenn schon das Unternehmen keine Hoffnung mehr hat, sollte sich der Kunde Sorgen machen.
in PR 1.0
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Veröffentlicht am 23. August 2005 um 16:04 Uhr von
Schöne Wortwahl. Da liegt gleich ein Hauch Optimismus in der Luft. Sowas mögen Journalisten - und die Kunden natürlich auch. Mehr hier.
in Trends
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Veröffentlicht am 16. August 2005 um 14:22 Uhr von
Läuterung. Gibt es eine stärkere Kraft in der amerikanischen Kultur? Niemals werden deutsche Manager zu solchen Einsichten in der Lage sein. Ich kann es verstehen, aber es macht unsere öffentliche Auseinandersetzung mit unternehmerischer Leistung, Motiven und Motivation blutärmer.
Wie selbstverständlich dies in auf der anderen Seite des Teiches ist, zeigt dieser Leserbrief zur Titelstory der FastCompany "Making Change" (Mai 2005). Zum besseren Verständnis: der Leserbriefautor
ist Gründer und Chef einer Unternehmensberatung für Change-Prozesse
Ch-Ch-Ch-Changes
Making Change is spot on. My cardiologist telling me, "You won´t survive a heart attack; you need bypass surgery right now" still echoes in my ears 13 years later. Dr. Ornish´s approach to change not only had an impact on my life, it also altered the way I work with clients. I´ve learned four things from my experience. Even when you know your life depends on it, change is hard, half-measures don´t work, no one can make the choice to change for you, and finally, you can´t make significant change alone. I wouldn´t be here if not for the support of my friends, my family, and especially ma wife, Emily.
Dick Axelrod, CEO Axelrod Group, Wilmette, Illinois
in Trends
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Veröffentlicht am 16. August 2005 um 10:56 Uhr von
Was dem Halbwüchsigen das Handybimmeln, ist dem Papi sein Harald Schmidt: heilig. Ab heute gibt es jede Woche exklusiv im iTunes Music Store einen aktuellen Kommentar zum Download - elf Minuten für 99 Cent.
Damit ist Schmidt der erste Promi, der einen Online-Shop zum Arbeitgeber hat. Ist Podcasting jetzt wirklich die Zukunft - nur weil mit ihm Dinge kostenpflichtig werden, die es woanders frei verfügbar gibt? Mal sehen, ob seine Fans genauso ticken wie die Generation Klingelton.
Vielleicht entsteht mit Podcasting ja eine neue Generation Promi. Die "Selbstvermarkteten", die bei myspace.com ihre Fan-Site betreiben und bei Erfolg von iTunes verlegt werden. Es wäre großartig, denn das würde das Ende bedeuten vom oligarchischen "Wir senden, bis es euch gefällt" und die Wiederentdeckung der Mediendemokratie mit den Mitteln des Internets. Insofern: Danke, Harald Schmidt.
in Medien 2.0
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Veröffentlicht am 9. August 2005 um 14:05 Uhr von
Neu auf meiner schwarzen Liste: Kopfkino
in PR 1.0
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Veröffentlicht am 3. August 2005 um 14:51 Uhr von
Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore hat ein interessentes Medienexperiment gestartet: Der Kabelsender Current.tv sendet zu einem guten Teil von Zuschauern eingeschickte Beiträge Videoclips. Der Rest ist eine Mischung zwischen MTV und CNN. Warum nicht im Internet? Current.tv erklärt die Medienwahl bestechend überzeugend: Zum heutigen Zeitpunkt ist das Fernsehen einfach das größte Massenmedium. Große Hoffnung auf eine Medienrevolution indes kann man sich wohl nicht machen. "In Deutschland startete bereits 2002 ein TV-Sender, der auf Interaktivität mit den Nutzern und Videokorrespondenten mit Digitalkameras setzte - heute ist "VivaPlus" vor allem eine Plattform für Chats und Spiele per SMS", schreibt tagesthemen.de zum Thema.
in Medien 2.0
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Veröffentlicht am 2. August 2005 um 13:51 Uhr von
Das ist hübsch: Nach der Auffassung von Marc Samwer hält sein klingeltonverkaufendes Unternehmen Jamba Kinder von Ärgerem ab, wie heute in der FTD zu lesen ist.
"Mir ist lieber, die Kinder geben ihr Taschengeld für zwei, drei Klingeltöne im Monat aus, als wenn sie davon Drogen kaufen"
Das, lieber Marc Samwer, glaube ich Dir gerne.
in Web 1.0
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Veröffentlicht am 1. August 2005 um 15:25 Uhr von
Themenvorschlag: Jetzt, wo der rosa Riese IP-Telefonie entdeckt, suchen die Redaktionen Unternehmen, die es bereits nutzen und sagen können, was es bringt.
in Themenmanagement
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Veröffentlicht am 1. August 2005 um 10:39 Uhr von
Hut ab, Madame Licci. Die Privatkunden-Vorständin der HypoVereinsbank trägt einen internen Machtkampf öffentlich aus - per E-Mail an Mitarbeiter, wie die FTD berichtet. Interne Mails sind nebenbei bemerkt ein hervorragendes Instrument, um inoffizielle Informationen schnell und gezielt an die Öffentlichkeit dringen zu lassen.
Das Privatkundengeschäft habe die Kehrtwende geschafft, schreibt Christine Licci in dieser Mail, doch sei
"leider die Öffentlichkeit nicht korrekt und transparent informiert
worden". Weiter führt sie aus: "Es tut mir sehr leid, dass durch
diese mangelhafte Kommunikation Medienberichte ausgelöst wurden, die
nicht die von Ihnen wirklich erbrachten Leistungen widerspiegeln."
Im Alleingang, vorbei an der unternehmenseigenen PR, setzt Licci ihre Bekanntheit aus Citibank-Zeiten ein, um auf ihre neuen Erfolge aufmerksam zu machen und damit den Finanzvorstand Wolfgang Sprißler zu düpieren. Das kann durchaus nach hinten losgehen, andererseits gewinnt sie durch Aktionen wie diese weiter an Statur. Im kollektiven Gedachtnis bleibt, daß sie erfolgreicher ist als ihr Arbeitgeber es zugesteht. Personenmarketing in eigener Sache heißt, Risiken einzugehen - nur dann gewinnt ein persönliches Thema auch öffentliche Relevanz. Gibt es deswegen so wenige charismatische UND öffentliche Frontfiguren in der Wirtschaft?
in PR 1.0
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