Wahr oder nicht?
Veröffentlicht am 17. Mai 2005 um 16:32 Uhr von
Werbewunderland veröffentlicht einen Briefwechsel zwischen Springer & Jacoby und Dr. Klaus Cäsar Zehrer, Professor am Fachbereich Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation der Universität der Künste, Berlin. Es geht in der Anfrage der Agentur darum, Studenten als Praktikanten zu gewinnen. Die (angebliche) Antwort des Profs fällt schroff aus. Unter anderem heißt es:
"Ich verstehe es daher als Teil meines Bildungsauftrags, meinen Studenten ein Gefühl dafür zu vermitteln, daß das Verfassen von Reklametexten zu den unwürdigsten und nichtsnutzigsten Tätigkeiten auf Erden zählt. Insbesondere die Kampagne für den Molkereihalunken Alois Müller ist ein hirnzersetzender Scheißdreck historischen Ausmaßes, für dessen Urheber es dermaleinst keine adäquate Höllenstrafe geben wird."
Tut mir leid, aber ich glaube, das ist ein Fake. Und ich glaube, daß hier jemand gerade seine Gesellenprüfung in Sachen Viral Marketing macht.


Bisherige Kommentare
1 | Jens Grochtdreis schrieb am 1.06.05 11:17
Nicht einfach glauben, ob es ein Fake ist. Wie wäre es mit einer E-Mail an den Herrn Professor gewesen? Es soll aoch Profs geben, die E-Mails lesen (können) oder beantworten (lassen). So ist der Beitrag nur ein aufgeblähter Link ohne News. Mal abgesehen davon, daß der Text dem Sinn nach nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Oder?
2 | Mark Pohlmann schrieb am 1.06.05 12:14
Die Mail ist echt, wie ich soeben bei Thomas Knüwer nachgelesen habe (Link unten). In der dortigen Diskussion geht es übrigens auch um die Frage, ob Blogger besser recherchieren sollten. Seine Meinung: Solange Blogger nicht recherchieren, sind sie keine Journalisten. Das finde ich vollkommen richtig. Ich fühle mich aber auch nicht beauftragt, den Wahrheitsgehalt von wild im Internet kursierenden Mails zu überprüfen, sondern meinen Eindruck von der Welt dort draußen zu schildern.
http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=180