Politik in der Unternehmens-PR

Veröffentlicht am 13. April 2005 um 18:04 Uhr von

Bundestag_plenarsaalUnternehmerische Naturtalente nutzen selbstverständlich auch politische Meinungsprozesse zur Selbstdarstellung. Mir fallen da spontan ein der ex-Mobilcom-Chef Gerhard Schmidt oder der Grandseigneur des thementreibenden Wirtschaftslenkers, Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Nur wird nicht jeder medial so erhört, wenn er seine Ansichten über Lohndumping vertritt. Jedes Unternehmen kann aber viel mehr machen, als es denkt.

Gerhard Schröder hat heute in einer Grundsatzrede die Bedeutung der Familie und ihre Vereinbarkeit mit dem Beruf betont. Die Tagesthemen zeigen heute Abend am Beispiel von SinnerSchrader, wie sowas in der Praxis aussieht. Der Grundtenor wird (hoffentlich) sein, daß mit einem flexiblem Arbeitgeber mehr möglich ist, als manch Arbeitnehmer gemeinhin glaubt.

Nicht, dass ich das Thema auf dem Zettel hatte und aktiv die Tagesschau-Redaktion angegangen wäre. Wir wurden durch einen bestehenden Kontakt beim NDR angefragt. Mich gemahnt das, politische Themen für die unternehmerische Kommunikation ernster zu nehmen.

Solche Grundsatzreden gibt es viele, und sie werden von allen Medien aufgegriffen. Hätte ich das Thema früher erkannt, hätte ich uns als Exempel bei allen relevanten Medien ins Spiel gebracht. Das Schöne ist: Anlässe gibt es genug. Die des Bundestages finden sich hier, die Bundesregierung treibt diese, und das bewegt die Opposition.

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