Zweitverwertung einer Kündigung

Veröffentlicht am 4. März 2005 um 17:58 Uhr von

Kann Software die Verbreitung von Meinungen verhindern? Clearswift ist genau dieser Meinung und schmeißt sich mit Wucht in die Bloggerwelle, um ihre Security-Lösungen zu verkaufen. Der öffentlich stark beachtete Rausschmiß eines über Firmeninterna bloggenden Google-Mitarbeiters (ver)führt die Firma zu folgender Erkenntnis:

"Unzufriedene, nachlässige oder sogar feindlich gesinnte Mitarbeiter können ihre Meinungen sowie vertrauliche Unternehmensinformationen über diesen neuen Kommunikationsweg (Anm.: Weblogs) nahezu unkontrolliert verbreiten.

Die Lösung
Mit MIMEsweeper for Web, der Web-Content Security-Lösung von Clearswift, kann ein Unternehmen den Zugang zu unerwünschten Websites wie den Weblogs blockieren oder die Posting-Funktionalität sperren.

Liebe Clearswift-PR!
Für das Themenmanagement bekommt Ihr von mir ein Plus. Blogs sind ein Hype, und Hypes soll man nutzen. Für den sachlichen Aufhänger und die Umsetzung bekommt Ihr ein Minus. Die Software verhindert vielleicht einen Aufruf von Internetseiten über ein Firmennetz. Sie verhindert keinesfalls, daß ein Mitarbeiter einen Blog betreibt. Genau dies suggeriert Ihr. Die Fadenscheinigkeit der Argumentation ist so offensichtlich, daß ich Euch folgendes prophezeie: Die Meldung versandet ungedruckt, stattdessen dürft Ihr Euch wochenlang mit aufgebrachten Bloggern rumplagen. Ich bin nur der Anfang ;-)

Noch ein konstruktiver Tipp: Holt euch den geschaßten und von euch namentlich genannten Google-Mitarbeiter (habt Ihr für seine Verwendung eine Freigabe?) und diskutiert mit ihm, wie man bloggende Mitarbieter unterbindet. Das wäre PR!

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