Nutte oder Nanotechnologie?

Veröffentlicht am 30. März 2005 um 14:29 Uhr von

Eine gelungene kleine Runde in Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, interessante Referenten einzuladen, die den eigenen Horizont erweitern, weil sie über Dinge reden, die nichts mit dem Tagesgeschäft zu tun haben. Gestern war beispielsweise Prof. Dr. Hellmuth Karasek zu Gast. Nicht immer sind die Namen so klangvoll wie gestern, spannende Gespräche ergeben sich trotzdem jedesmal. Diskutiert wurde bereits mit Hamburger Pastoren, polnischen Botschaftern und amerikanischen Irak-Veteranen.

Im kleinen Kreis wurden die kommenden Themen diskutiert. Nanotechnologie, die Flugzeugindustrie, Kommerz im Fußball und Venture Capital für den Mittelstand waren im Gespräch. Alles große Themen, sicherlich. Aber in ihrer Größe auch wieder sehr unverbindlich. Und dann schlug einer vor, eine Prostituierte einzuladen. Die Idee ist großartig.

Gebrochene Biographien, Probleme mit Kunden oder Mitarbeitern, gefallene Unternehmer, die wieder aufstehen, oder Menschen, die sich neu erfinden, berühren in ihrer Ambivalenz viel stärker als jemand, der mal eben in 30 Minuten die Neuordnung der Welt verhandelt. Sicher ist es interessant zu hören, wo es mit der Nanotechnologie hingeht. Aber was ist das gegen ein Gespräch mit einer Frau, der ich nicht in die Augen zu schauen traue, wenn sie mir in ihrer Arbeitskleidung an der Davidwache gegenübersteht?

Leider kam zu dem Vorschlag nichts Konstruktives zustande.

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