Geschichtenerzähler gesucht
Veröffentlicht am 25. Februar 2005 um 10:44 Uhr von
Manager Magazin fragt: Eine Marke funktioniert, wenn sie Gesprächsstoff bietet?
Brandmeyer vom Genfer Institut für Markentechnik antwortet:
Wenn es positiver Gesprächsstoff ist, haben Sie so gut wie gewonnen. Denn der verbreitet sich auch ohne Ihr Zutun. Nehmen Sie die Strategie des mittelständischen Jeansherstellers Joker in Bönnigheim: Der produziert Jeans komplett in Deutschland, wäscht den Stoff mit Bimssteinen, näht auf Sattlermaschinen. Der Hosenverkäufer kann sagen: Das sind die Unterschiede zu anderen Jeans. Und der Käufer selbst erzählt die Geschichte mit dem Bimsstein und den deutschen Näherinnen gerne weiter. Es geht dabei um soliden Erzählstoff, den man seiner Klientel liefert, nicht um Luftnummern.
Nichts dramatisches, aber plastisch, eingängig, authentisch. Bemerkenswert, dass so wenige Geschichten kursieren, obwohl jeder Mitarbeiter jeden Tag unendliche Geschichten aus seinem Arbeitsumfeld erlebt - und erzählt. Es fehlen hauptberufliche Geschichtenerzähler, die diese Geschichten einfangen und weiterverarbeiten. Die PR-Abteilungen sollten es tun, taugen hierzu aber scheinbar nicht. Warum nicht?
in Storytelling
Manager Magazin 

Bisherige Kommentare
1 | Andreas schrieb am 6.07.07 22:00
Ich würde tippen: Weil viele PR-Abteilungen/-Agenturen (erstaunlicherweise) noch auf Push-Kommunikation stehen? Oder dem Marketing-Vorstand unterstehen, der in letzter Zeit ständig fragt: "Können wir nicht einfach zurückbloggen?"
;)
2 | kay schrieb am 12.08.08 20:41
Storytelling ist ein sehr starker Einflußfaktor. Wir praktizieren dies selbst in unserem Business bei verschiedenen Produkten. Es gibt den entscheidenden Unterschied.